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nung und Habe. Man kommt aus einer nächtlichen Feuers- brunst heraus fast wie aus Mutterleib, nackt und arm und hilflos, und man weiß fast nicht, wer unglücklicher ist, der Reiche oder der Arme. Denn der Reiche kann viel verlieren, aber der Arme Alles.

Merke: Man muß die heiße Asche nie in ein hölzernes Geschirr sammeln, wenn man nicht gern die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und sein Leben lang ein unruhiges Herz haben will. Man muß auch die Tabakspfeifen nicht in Sägmehl oder so Etwas ausleeren; denn das Holz tödtct das Feuer nicht, aber das Feuer frißt das Holz. Dem Haus­freund ist selber schon so Etwas passtrt, zur Zeit des Rastat- ter CongrcsseS, und er thät's auch nimmer, wenn er's noch einmal zu thu» hätte. Man meint, daö Wasser sei gefähr­licher, als das Feuer. Rein, das Feuer ist gefährlicher, weil es an Allem, was es frißt, neue Nahrung und Stärke ge­winnt. Mit einem Glas voll Wasser kann man kein Haus ersäufen, keinen Gänsestall, kein Hübnerncst. Aber mit einem Fcuerfünklcin kann man ein ganzes Dorf verbrennen, nicht allein aus Bosheit, sondern auch aus Leichtsinn und Un­verstand.

68. Ein gutes Nrzrpt.

In Wien der Kaiser Joseph war ein weiser und wohl­thätiger Monarch, wie Jedermann weiß, aber nicht alle Leute wissen, wie er einmal der Doktor gewesen ist, und eine arme Frau kurirt hat. Eine arme, kranke Frau sagte zu ihrem Büblein:Kind, hol' mir einen Doktor, sonst kann ich's