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mahlen. Hernach ist das Wurmmehl auch nicht reinlich ge­nug , sondern es ist meistens mit Staub, mit kleinen Holz­splitterlein und mit den Unreinigkeiten des ekelhaften Wurms selbst vermischt, und anstatt dem armen Kind zu helfen, ver­ursacht man ihm oft nur größeres Uebel. Leute, die auf eine Kleinigkeit nicht zu sehen haben, gehen daher lieber in die Apotheke und kaufen für ein Paar Kreuzer Streumehl, sonst auch einfältiger Weise Hexenmehl genannt. Dieses allein ist sein, rein und heilsam, denn es hat's kein Wurm gemahlen und bereitet, auch nicht des Apothekers Hand, er läßt's bleiben, auch keines Menschen Hand, auch keine Hexe, sondern es kommt aus den reinen, gütigen Händen der Natur selbst, und der Apotheker verkauftes nur. Nun wäre es keine Sache, wenn man sagte:Mutter, laß dich ein Paar Kreu­zer für ein Schächtelein voll Streumehl um deines zarten Kindes willen nicht reuen, wenn du es hast, und spar' es lieber an dir selber wieder!" Aber der Hausfreund weiß andern Rath. Er kann vielen von seinen Lesern mit einem beträchtlichen Vorrath davon unentgeldlich aushclfen, und bietet's hiemit an. Der Apotheker hört's nicht gern.

Es kommt nämlich dieses Streumehl von einer Pflanze, die überall in trockenen und bewachsenen Wald- und Haide- gegenden vorkommt und an verschiedenen Orten ungleiche Namen hat, als da sind Bärlappe, Sanct Johannes­gürtel, Drudenfuß, Wolfsklaue, Teufelsklaue, Neun heil u. s. w. In der Gegend von Hausen zum Ex­empel auf dem Alzebühl, an dem Platzberg, im Wagengesperr hat sie der Hausfreund in seiner Kindheit oft gesehen und um den Leib herum gegürtet, hernachmals auch in Brassen- heim und Segringen. Sollte aber der Leser dieses Gewächs