und ich wurde vom Fenster gebolt und aus den Tisck ge­stellt. Noch viele andere Puppen standen neben mir auf­gereiht. Kleine Knaben und Mädchen mit zierlichen Lok- kenköpschen, Wickelkinder in der Wiege, Köchinnen, Tpro- ler Bauern und Türken u. s. w. Die kleine Melanie sahe aber n»r anf mich.Sieh, Mama, wie diese Puppe schön ist, wie klug ihr Auge, wie glatt das Haar, und diese schöne Taille! Wenn du willst, daß ich an einer Puppe Kleider zuschneiden und nähen lernen soll, so mußt du mir auch eine so große und schöne Puppe geben, wie diese, o, ich liebe sie schon!"

Frau von Werner frug nach dem Preise, er war be­deutend , doch sie zahlte die verlangte Summe. Sie kaufte auch ein Himmelbett für mich, mit weißen Vor- bängen und einer rothseidenen Decke; sodann einen Kleider­schrank und eine Kommode, die waren aber beide noch leer, denn Melanie sollte Kleider und Wäsche erst selbst verfertigen. Ich erhielt auch einen schönen Lehnstuhl, ein Kanape und einen Tisch! Ich hätte glauben können, ich sei eine Prinzeß; was mich aber mehr als alles beglückte, war das sanfte freundliche Auge meiner kleinen Gebiete­rin, denn ich sah es ihr an, daß sie gut war und mich lieben würde.