und Chokolade. Melanie that mir eine weiße Küchen- schürze vor, ein Tuch band sie mir über den Kopf, und gab mir einen kleinen Kochlöffel in die Hand. Die Kinder lachten laut über die kleine hübsche Köchin, und ich erhielt einen Platz am Kochtisch. Nun begann ein Reiben, Stoßen, Klopfen und Rühren, daß man sein eignes Wort nicht hören konnte, die schönsten Gerichte, Braten und Auflaufe aller Art, entstanden unter den geschäftigen Händen; wenig Köchinnen haben so viel Gehilfinnen, als ich da hatte. — Jenny war aber wieder die Friedensstö- rerin, fie kauete das Brod, das sie reiben sollte, aß die Rosinen weg, und griff alles mit den Händen an, so daß immer Klagen entstanden. — Als das Essen fertig war, setzte sich die ganze Gesellschaft zu Tische. Dießmal durfte ich als Köchin nicht mit essen, und ich hatte Zeitlicher das traurige Loos der Köchinnen nachzudenken, welche von alle den guten Bissen, die fie bereiten, nichts erhalten. Bei jedem Gerichte wurde ich aber gelobt, und am Ende trank man abermals meine Gesundheit in der selbstbcreiteten Chokolade. Ais die kleine Gesellschaft aus einander war, zog mich Melanie aus, und legte mich zu Bette. „Du hast deine Sache sebr gut gemacht!" sagte sie mit einem Kusse.
Wie war ich glücklich! Wie wenig Puppen können

