Buche eine Geschichte gelesen, die fie uns mittheilte, und die ich ausschrieb, weil sie mir gar zu gut gefiel.

Die Bären in Bern.

Bern ist nämlich eine Stadt in der Schweiz; um dieselbe herum führt ein großer Graben, in welchem Bären wohnen; in diesen Graben kaun man hinabsehen, und es gewährt den Fremden und Einheimischen große Freude, die zottigen Bären zu betrachten, und man wirft ihnen Aepsel und Nüsse hinab, die sie begierig fressen. Es wohnt aber auch ein Fuchs in dem Graben, der hat ein Loch in der Mauer; er frißt auch gerne das Obst, das den Bären zu­geworfen wird, und da er viel schneller als diese ist, so schnappt er ihnen manchen guten Bissen weg. Darüber pflegen die Bären wohl zu brummen, aber sie können ihm nichts anhaben, denn er ist viel zu flink um sich von einer Bärentatze erreichen zu lassen; schnell ist er in sein Loch und ftißt das gestohlene Gut; dann blinzelt er heraus, und wenn er sieht, daß der ehrliche Petz allen Groll ver­gessen und alle Rache ausgegeben hat, dann kriecht er her­vor. Da ist es aber einmal geschehen, daß er nicht so schnell entkommen konnte; er war zwar selbst gerettet, aber