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neben den Glücklichen, ohne daß die es merken. Und das Schmerzlichste dabei ist, daß man so selten den Armen recht gründlich helfen kann; dn hast wohl für den Augenblick den Hunger gestillt, aber übermorgen hungern fie wieder, und wenn auch heute durch deine Güte ein helles Feuer in dem Ofen brennt, in wenig Tagen ist es verlöscht, und die eiserne Kälte ist wieder da. Man müßte solchen Leu­ten aus dem Grunde helfen können."

Melanie. Aber wie?

Frau von Werner. Man müßte dem Vater neue Kleider kaufen, daß er Dienste suchen könnte, ihm erst einige Tage gut zu essen geben, damit er nicht so krank und hohlwangig aussähe; ein gesundes Quartier müßte mau für die Leute miethen und einen Holzvorrath kaufen, damit sie, wenn sie warm sitzen nicht immer denken müs­sen, morgen oder übermorgen frieren wir wieder. Dazu gehören aber große Summen Geldes, und wir sind nicht reich genug, so viel auf einmal zu geben, und die Leute, welche reich genug sind thuen so etwas selten.

Melanie. Ach! wenn wir nur so reich wären. Wie leid thut es mir jetzt, daß ich nicht mit meinem Gelde sparsamer war, daß ich so viel für die Puppe aus­gegeben, um ihre Anzüge zu machen; zu was brauchte sie