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war in Amerika, und hatte mancherlei schöne Sachen geschickt. Emma hatte eine schöne Sammlung von bunten Schmetterlingen, auch besaß sie viele schöne Vögelchen, welche man Kolibri nennt, diese waren aber nicht lebendig; sie waren von den schönsten Farben, und sahen wie kleine Edelsteine aus. Alle mögliche schöne Federn hatte der Vater geschickt, einen kleinen Waschbär, der sich beständig wusch, und einen Affen, welcher Kocko hieß. Dieser war mir ganz unausstehlich, weil er mich immer neckte; einmal hatte er mich gepackt, und war mit mir auf allen Dächern herumspaziert, so daß ich mich nicht wenig fürchtete. Er bekam aber so viel Schläge, daß er mich nicht mehr anrührte.
Eines Tages erhielt Frau von Helwig einen Bries und weinte sehr. „Was fehlt dir, Mama," sagte Emma sich anschmiegend. „Das kann ich dir nicht sagen." war die Antwort. „O liebe Mama, bat Emma, lassen Sie mich Sie nicht so betrübt sehen, ohne mir die Ursache davon zu sagen; ich muß fast denken, daß mein Vater krank sei, oder daß ihm irgend etwas geschah. Mein Gott! rief fie und wurde ganz blaß, der Papa ist doch nicht todt." „Nein", sagte Frau von Helwig, „er lebt, wir sind aber nicht mehr reich, wir haben unser Vermögen verloren."—„Wei-

