35

An einen deutschen Fürsten.*)

-=>»0-

O Fürst, aus einem Stamm von Weisen,

Den alle mild und edel preisen Vereint und laut:

Ist niir's vergönnt ein Wort zu wagen,

Obwohl ich dich in meinen Tagen Von Angcsichte nie geschaut?

Zwar werd' ich deine Gunst verlieren,

Wofern ste sc, dies Haupt zu zieren,

Mir ward zu Theil.

Du neigtest einst dich meinen Scherzen,

Ich bringe jetzt ein Lied der Schmerzen,

Doch such' ich nicht mein eigen Heil.

*) Dieses Gedicht wurde vom Dichter dem Kron­prinzen (jetzigem König, Friedrich Wilhelm IV.) von Preußen überschillt.

3 *