Der gute, arme Chataiigo schlief so fest die ganze Nacht, daß er von all dem Aufruhr in der Natur nichts vernahm, während der Fremde, gleich dem Herdgeiste, sich in ängstlicher Sorge verzehrte und erst gegen Morgen in unruhigen Schlum­mer verfiel. Daraus schreckte ihn gar bald eine zornige Stimme, die zwischen heftigem Pochen an der Thür sich also vernehmen ließ:Offne, Chataiigo, du Schurke, und stehe mir Rede; offne, du Hund! Keine Verstellung, du Bube!"

Chatango rieb sich die Augen.Was giebt's denn wieder, Tschito?" rief er und that Holz auf das matt brennende Feuer. Ich habe weder deine Pferde noch Hühner gefüttert!"

Der Wütende draußen stieß mit den Füßen gegen die Thür und wäre fast auf die Nase gefallen, als Chatango den Riegel zurückschob. Er stolperte in den weiten Raum und gewahrte den Fremden nicht, der halb angekleidet auf seinem Lager saß. Er stürzte sich auf Chatango, packte ihn an der Gurgel und schüttelte ihn hin unb her.Schurke!" brüllte er,du hast mir das Haus angezündet, Elender, während ich schlief: fast wäre ich verbrannt!"

Wärst du es!" sagte der Herdgeist, der trübselig in seinem Feuer saß.

Diesmal, du gottloser Brandstifter, kommst du nicht so leichten Kaufs davon, so wahr ich Tschito heiße!"

Chatango erblaßte und machte sich frei von seinem Gegner, der kleiner und schmächtiger war als er; dann aber sanken seine Arme schlaff hernieder, und er stammelte:Deine Hütte ist ver­brannt? Weiß Gott, ich bin unschuldig!"

O, du Nichtswürdiger!" schrie der andere.Heute noch reite ich zu den Ältesten und entbiete sie zu Gericht zu unserm Priester, da werden wir sehen"