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„Daß Chatango unschuldig ist!" ergänzte der Fremde und trat zwischen den Reichen und den Armen.
Tschitos hartes Gesicht verzog sich erstaunt und verdrießlich. „Wer bist du, und was weißt du?" fragte er zweifelnd.
„Ich bin Chatangos Gast und weiß, daß er die ganze Nacht hindurch auf seinem Lager geschlafen —"
„Und sich hinausgeschlichen und das Teufelswerk vollbracht hat, als du schliefst!" höhnte der Reiche.
„Ich habe gewacht," erklärte der Fremde, „weil ich dich retten wollte."
„Du wußtest?" fragten der Arme und der Reiche zugleich.
„Ja, ich wußte, bestätigte der Fremde, „daß dein Herdgeist, o, habgieriger Tschito, dem du nur Ungenießbares opferst, dir dein Haus über dem Kopfe anzünden wollte."
„Bist du ein Schamane, daß du die Sprache der Geister verstehst?" fragte der Reiche ängstlich.
Der Fremde schüttelte den Kopf. „Wer sind die Schamanen?" fragte er.
„Unsere Propheten und Zauberer," entgegnete Tschito, und fügte erleichtert hinzu: „O, ich sehe, daß du ein Fremdling bist."
„Das bin ich," bestätigte der Gast; „aber ich verstehe die Sprache der Geister und Tiere."
„Das müßte seltsam zugehen!" höhnte der Reiche. „Komm mit mir hinaus und sage mir, was reden denn da die Krähen?" Er deutete auf eine Krähenschar, die krächzend vorüberzog.
Alle drei traten ins Freie; wie ein blutroter Ball schwebte die Sonne nur eine Handbreit über dem Horizonte.
Der Fremde horchte. „Sie sagen," erklärte er, „schnell, schnell zum Selvaberg, der Sohn des Reichen wird heute gehenkt!"
Da erblaßte Tschito, und seine Kniee schlotterten. Er hatte

