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und fein, war von einer erquickenden, belebenden Kraft, erhei­ternd zugleich, wie wenn die Sonne ins Herz lacht, Nebel und Wolken verscheuchend.

Gleich nach dem Taufakt empfahl sich die Fee, nachdem sie Frieda in ihren Armen gewiegt und sanft auf die Stirn geküßt hatte. In einer Ecke des Zimmers aber war ein Korb von mäßiger Höhe zurückgeblieben, sorglich mit einer zierlichen Spitzen decke verhüllt. So sehr Frau Lisbeth auch vor Neugierde brannte, seinen Inhalt kennen zu lernen, bezwäng sie sich doch, um nicht den Neid ihrer Nachbarinnen zu erregen; als aber die letzte gegangen war, lüftete sie klopfenden Herzens die Hülle. Trautchen stand daneben und blickte gleich der Mutter gespannt hinein.

Ach! Frau Lisbeth verging schier vor Weh und Enttäu­schung! Nichts war darin als ein Blumentopf, dessen erst spärlich sprossendes Pflänzchen dieselben Blätter zeigte, wie sie am Gewände der Fee hier und da zwischen den seltsamen Blüten hcrvorgelugt hatten. Neben dem unscheinbaren Gewächs stand ein schlichter Käfig, darin wiegte sich auf messingenem Ringelein ein grüner Böget, der süß und lieblich zwitscherte. Frau Lis­beth brach in Thränen aus, war sie doch bitterarm wie zuvor, ohne Sparpfennig, ohne Notgroschen. Sie mochte den Vogel und das Töpfchen nicht in ihrem Zimmer sehen sie gemahn­ten zu sehr an die erlittene Enttäuschung und trug sie in eine Kammer, die, winzig und klein, nur altem Gerümpel zum Aufenthalt diente. Nach wenigen Wochen hatte sie beide ver­gessen. Trautchen aber ging täglich in die Kammer, begoß die Pflanze und wollte den Vogel füttern, doch sie merkte bald, daß er nicht fraß, sondern abhing von dem Gedeihen des Büumchens. Sie war ein kräftiges Kind, und nach einem Jahre schon trug