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Weh. Doch sie wehrte der Schwäche, die ihren Herzschlag zu lahmen drohte, um dem Leben einen letzten, süßen Gruß zu entringen. Mühsam erhob sie sich und blickte zu Damian hinüber.
„Mein Kind," bat sie. „O, gieb es mir noch einmal in den Arm!"
Damian reichte ihr das Kind hinein, und Sarolta küßte es heiß und inbrünstig; dann gab sie es ihm zurück und flehte: „Versprich mir, Damian, daß, solange du lebst, unsere Linda vor gleichem Geschick bewahrt bleiben soll." Ihre Stimme, von Thränen erstickt, versagte. Doch noch einmal fand Sarolta Kraft, und sie flüsterte: „Und nun, Geliebter, küsse auch du mich!"
Mechanisch gehorchte Damian, doch als seines Weibes kalte Lippen ihn zitternd berührten, und er die helle Gestalt in das Dunkel zurücksinken sah, aus dem es wie Todesseuszen erklang, da wich die Betäubung von ihm, und er stieß einen gellenden Schrei aus.
„Haltet ein!" rief er den Brüdern zu, die ihre Arbeit wieder aufnahmen.
Er hatte Linda ins Gras gelegt und zerrte Swatopluk zurück. Da packte ihn Prokop von hinten, und es begann ein heftiges Ringen. Der eiserne Prokop blieb Sieger. Aus mancher Wunde blutend, an Händen und Füßen gefesselt, ward Damian nach kurzer Zeit, auf einem Wägelchen liegend, von dem finstern Bruder heimwärts gefahren.
Unterdes arbeitete Swatopluk eilig weiter, und als nach kaum einer Stunde seine Frau halbwegs die Wiese mit dem verspäteten Essen durchschritten hatte, ging er ihr entgegen und
sagte: „Für heute sind wir fertig, ich kehre mit heim."
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