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Manche Stunde schon saß Damian, ein gänzlich Betäubter, in seinem kleinen Zimmer, die Hände über den Knieen gefaltet, und starrte zu Boden; Linda schrie in der Wiege. Da kam Prokop, rüttelte ihn an der Schulter und sagte:Komm' mit ins Gasthaus, ich schicke meine Frau zur Kleinen."

Geh!" sagte Damian tonlos.

Sei ein Mann!" fing Prokop wieder an.Überleg' dir's einmal, Damian. Wir alle müssen sterben, und wofür sterben wir? Für nichts und wieder nichts! Und hier, welch ein Tod! Ein Segen für das Thal und die Gegend, ein Segen für dich und deine Brüder, ein Segen für unsere Nachkommen, ein Segen für ihr Kind, ihre Linda! Sie wußte wohl, was sie that. Alle Achtung vor deinem Weibe, Damian!" Er nahm den Hut ab.

Damian hörte nicht; er ließ den Bruder reden, bis er müde war, und ließ ihn gehen ohne Gruß.

Prokop ging ins Gasthaus, und der Wein schmeckte ihm gut.

Nach einiger Zeit trat Swatopluk in Damians Stäbchen und berührte leise des Bruders Schulter.Damian, höre mich," bat er,du kommst zu uns mit dem Kinde, bis wir ins Schwar­zachthal ziehen; es ist zu einsam hier."

Damian hörte nicht. Da schlich Swatopluk wieder hinaus und kehrte nach wenigen Minuten mit seiner Frau zurück. Sie nahm das schreiende Kind aus der Wiege und tränkte es.

Die plötzliche Stille schreckte Damian auf.Was giebt's?" fragte er.Hat die Schwarzach ihr Rauschen eingestellt?" Doch er faßte sich schnell, und als er Linda in der Schwägerin Arm gewahrte, sagte er:Heb' sie mir auf! Du bist gut und wirst für das Kind sorgen. Mich duldct's hier nicht; lebe wohl, Bruder, ich ziehe hinaus in die Welt."

Damian wollte fort, weit fort; ihm war's, als müsse er