39 —
Da kroch ber Bär in der größten Angst hin und that Abbitte. Jetzt waren die jungen Zaunkönige zufrieden, setzten sich zusammen, aßen und tranken und machten sich lustig bis in die späte stacht hinein.
(Grim m.)
Das Märchen vom Schlaraffenland.
T)^eit, viel tausend Meilen weit von uns liegt ein schönes Land, das heißt Schlaraffenland. Jedem von euch würde es gewiß dort gefallen.
Die Häuser sind mit Eierstaden gedeckt, Thüren und Wände sind von Lebkuchen und die Balken von Schweinebraten. Um jedes Haus steht ein Zaun, der ist von Bratwürsten geflochten, die sind teils auf dem Rost gebraten, teils frisch gesotten, je nachdem sie einer so oder so gern ißt. Alle Brunnen sind voll süßer Weine, die rinnen einem nur so in das Maul hinein, wenn er es a» die R'öhren hält. Auf den Birken und Weiden da wachsen die Semmeln, und unter den Bäumen fließen Milchbäche; in diese fallen die Semmeln hinein und weichen sich selbst ein für die, so sie gern einbrocken; das ist etwas für die Kinder.
Die Fische schwimmen in dem Schlaraffenlande oben auf dem Wasser, sind auch schon gebacken oder gesotten. Wenn aber einer gar zu faul ist und ein echter Schlarasf, der darf nur rufen „Oft! bst!" — so kommen die Fische auch heraus aufs Land spaziert

