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Rinn, der unter der Königin Fenster sng, in der Hast mit hinuntergeschluckt." Da Packte sie der Diener gleich beim Kragen, trug sie in die Küche und der Koch schlachtete sie ab. Als sie ausgenommen wurde, fand sich der Ring der Königin im Magen der Ente. Der Diener konnte nun leicht vor dem Könige seine Unschuld beweisen, und da dieser sein Unrecht wieder gut machen wollte, versprach er ihm die größte Ehrenstelle, die er sich an seinem Hose wünschte.
Der Diener schlug alles aus und bat nur um ei» Pferd und Reisegeld; denn er hatte Lust, die Welt zu sehen und darin herumzuziehen. Als seine Bitte erfüllt war, machte er sich auf den Weg und kam eines Tages an einem Teich vorbei, wo er drei Fische bemerkte, die sich im Rohr gefangen hatten und nach Wasser schnappten. Er vernahm ihre Klage, und weil er ein mitleidiges Herz hatte, so stieg er vom Pferde ab und setzte die drei Gefangenen wieder ins Wasser. Sie zappelten vor Freude und riefen ihm zu: „Wir wollen dir's vergelten, daß du uns errettet hast " Er ritt weiter, und nach einem Weilchen kam es ihm vor, als hörte er zu seinen Füßen in dem Sand eine Stimme. Er horchte und vernahm, wie ein Ameisenkönig klagte: „Wen,'! »ins nur die Menschen mit den ungeschickten Tieren von" §eib blieben! Da tritt mir das dumme Pferd mit seinen schweren Hufen meine Leute ohne Barmherzigkeit nieder!" Er lenkte auf einen Seitenweg ein, und der Ameise.'.'- könig rief ihm zu: „Wir wollen dir's gedenken und dir's vergelten." Er ritt weiter und kam nach einigen Tagen in eine Stadt. Da war großer Lärm in den

