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Jüngling setzte sich in den Garten und dachte nach, wie es möglich wäre, die Aufgabe zu lösen. Aber er konnte nichts ersinnen, saß da ganz traurig und erwartete, bei Allbruch des Morgens zum Tode geführt zti werden. Als aber die ersten Sonnenstrahlen in den Garten sielen, so sah er die zehn Säcke, alle wohl gefüllt, neben einander stehen, und kein Körnchen fehlte darin. Der Ameisenkönig war mit seinen tausend und tausend Ameisen in der Nacht angekom wen, und die dankbaren Tiere hatten die Hirse mit großer Emsigkeit gelesen und in die Säcke gesammelt. Die Königstochter kam selbst in den Garten herab und sah mit Verwunderung, daß der Jüngling voll bracht hatte, was ihm aufgegeben war. Da ward >l,r Herz mit Liebe zu dem Jüngling erfüllt, sie nahm ihn zum Gemahl, wie sie versprochen hatte, und lebte mit ihm in ungestörtem Glück.

(Grimm.)

Das Gimsebliimchen.

Draußen auf dem Lande, dicht am Wege lag ein © Landhaus; vor demselben ist ein kleiner Garten, umgeben von einem prächtigen Zaun, und dicht dabei am Graben, mitten in dem schönsten, grünen Grase, wuchs eine kleine Gänseblume; die Sonne beschien sie eben so warm und schön, wie die großen, schönen Prachtblumen im Garten. Eines Morgens stand sie mit ihren kleinen, weißen Blättern, die wie Strahlen