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Züge heiterte sich zu einem milden Lächeln auf, als sie nichts wie Reue und Liebe aus den Augen ihres Sohnes strahlen sah. Sie drückte Ferdinands Hand und erwiderte sanft: Verzeihung, mein Sohn? O, wie gern und freudig ver­zeiht das Herz der Mutter, wenn es den ernstlichen Vorsatz der Besserung erkennt. Ja, ich verzeihe dir von ganzem Herzen alles Leid, das du mir angethan, allen Kummer, den du mir bereitet, wenn du von dieser Stunde an ernstlich darnach strebst, die schwere Kunst der Selbstbeherrschung zu üben. Nur darnach streben sollst du, Ferdinand, denn das Gelingen kommt nachher ganz von selbst. Wenn du mir versprichst, diese Stunde nicht zu vergessen, und die Zusiche- rungen, die du mir machst, zu halten, so wirst du eine schwere und bittere Sorge von meinem Herzen nehmen."

Ich verspreche es dir, Mutter mit Wort und Hand­schlag versprech' ich's dir!" entgegnete der Jüngling.Und ich will deiner Liebe und Achtung nicht werth sein, wenn ich mein Wort nicht halte. Aber nicht wahr, Mutter, dann erfüllst du auch meinen Wunsch und läßt mich nach London gehen und in das Regiment meines Freundes Seymour eintreten. Ich möchte so gern Soldat, Offizier werden, Mutter."

Lady Westmore nahm ein Arbeitskörbchen, das neben ihr auf einem Tischchen stand, und langte ein zusammenge­faltetes Papier daraus hervor, welches sie lächelnd ihrem Sohne hinreichte.Da lies!" sagte sie.Deine Wünsche sind mir nicht unbekannt geblieben, und gern habe ich sie erfüllt. Oberst Seymour, der Vater deines Freundes, hat mir die Gunst erzeigt, meine Bitte freundlich zu gewähren."

Ueberrascht entfaltete Ferdinand das Papier, und las sein Patent als Fähndrich im Regiment Scymours. Sein Auge blitzte, ein strahlendes Lächeln der Freude umspielte seineLippen, seine Wangen erglühten, und mit einem frohen Ausrufe fiel er der Mutter um den Hals.Beste, zärtlichste, liebste!" rief er auswelches Glück bereitest du mir!