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der schmerzlichsten Reue schleudern. Ferdinand, mit kummervollem und zaghaftem Blicke sehe ich deine Zukunft! Höre, o höre auf die Mahnung deiner Mutter, die dich mit Thränen anfleht, deine Fehler abzulegen, ehe es zu spät ist zur Besserung! Bedenke, daß deine Mutter nichts für dich thun kann, als Gott um das Heil deiner Seele anflehen! Dein Bruder liebt dich nicht, da dein Leichtsinn ihn dir zum Feinde gemacht hat, und du bist der jüngere Sohn deines Vaters. Du selbst mußt daher deines Glückes Schmied sein, und mußt durch eigenen Fleiß, durch Nachdenken und Ausdauer eine Stellung zu erringe» suchen, die dich in den Augen der Welt achtungswerth erscheinen läßt. Du bist arm, Ferdinand, arm und hilflos, obgleich dein Bruder in Reichthum und Ucbcrfluß schwelgt. Dein ganzer Reichthum liegt allein in dir selbst, denn auch deine Mutter kann dir nur die Bahn eröffnen, welche zu einem ehrenvollen Ziele führt."
Lady Westmorc war es, welche mit dem eindringlichen Tone mütterlicher Liebe und Zärtlichkeit diese Worte zu einem schlanken Jünglinge sprach, der vor kurzem sein sechzehntes Lebensjahr zurückgelegt hatte. Schweigend, mit niedergeschlagenen Augen und brennender Wange hörte der Knabe sie an, und ergriff, als die feinen Lippen der Mutter sich schloßen, hastig die Hand derselben und küßte sie. „Liebe, gute Mutter, es soll anders und besser mit mir werden!" sagte er. „Verzeihe mir nur dies eine Mal noch! Gewiß, ich sehe ein, daß du Recht hast! Ich bin leichtsinnig, heftig und unbesonnen, aber böse bin ich nicht. Ich will mich bessern, Mutter, ich will mir Mühe geben, mich selbst zu bezwingen, und von jetzt, von dieser Stunde an, will ich nur darauf denken, dirFreude zu machen, wie ich dir bisher nur Sorge und Bekümmerniß bereitet habe. Verzeihung, gute, liebe, beste Mutter!"
Lady Westmore richtete ihren von Trauer und Schmerz umflorten Blick auf das blühend schöne Gesicht des zu ihren Füße» knieenden Knaben, und der trübe Ausdruck ihrer

