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wäre. Einmal kam ihm der Gedanke, zu fliehen, an Lieutenant Hardinge zu schreiben, ihm die Gründe seiner Flucht mitzutheilen, und sich um die Meinung Johns und seiner übrigen sogenannten Freunde keinen Pfifferling zu kümmern. Aber sogleich stand wieder der Gedanke wie ein Gespenst vor ihm, daß man ihn mit dem Schimpfe eines ehrlosen Feiglings brandmarken würde, und diesem Gespenste gegenüber fehlte ihm die innere Kraft, an seiner bessern Meinung fest zu halten. Nachdem er lange mit sich selbst gekämpft und in seinen Entschlüssen geschwankt hatte, nahm er sich endlich vor, den Kugeln seines Gegners mnthig zu stehen, seine eigenen aber in die Luft abzufeuern. Bei diesem Entschlüsse beruhigte er sich und schlug sich nun alle Gedanken an das bevorstehende Duell absichtlich aus dem Sinne. Doch schrieb er noch einige Zeilen an seine Mutter, in welchen er sie um Verzeihung für alles Geschehene bat, sein aufrichtiges Bedauern ausdrückte, daß er ihr so manchen Kummer zugefügt habe, und endlich versicherte, daß er im gegenwärtigen Falle durchaus nicht anders verfahren könne, so gern er's auch thun würde, um ihr den letzten, bittersten Schmerz zu ersparen. Diesen Brief versiegelte er und machte die Aufschrift an Lady Westmore, damit er derselben für den Fall seines Todes zugestellt würde. Als dies geschehen, glaubte Ferdinand Alles gethan zu haben, was irgend in seiner Macht stand, und sah nun ruhig der Stunde entgegen, die für ihn und seinen Gegner so schrecklich und verhängnisvoll werden konnte.
Sein bester Trost und Beruhigungsgrund war am Ende der aller Leichtsinnigen, die, sich aus ihr gutes Glück verlassend, die bitteren Selbstvorwürfe mit den Worten abzuweisen wissen: „Es wird ja schon Alles gut gehen!" Auch Ferdinand dachte: „es wird ja schon Alles gut gehen!" und ließ alles Uebrige dabei sein Bewenden haben.
Nachmittag kurz vor vier Uhr kam John mit noch einigen jungen Leuten an, um Ferdinand zu dem Zweikampfe
Folgen deS Leichtsinns. 3

