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öffnete, aus welcher, wie der Hauch des Grabes, eine feuchte, modrige Lust hervorquoll.Aber dies ist ent­setzlich!"

Entsetzlich oder nicht, wie man sich bettet, so schläft man," entgegnete der Kerkermeister kalt.Treten Sie hinein, wenn's gefällig ist."

Ferdinand warf einen Blick auf das Angesicht dieses Menschen, in dessen Macht er gegeben war, dessen Befehlen er gehorchen mußte, und seufzte. Aus diesen harten Zügen, aus diesen kleinen, grauen Augen sprach keine Spur von Mitleiden, strahlte kein Blick der Theilnahme und diese schmalen, bleichen, zusammengekniffenen Lippen hatten gewiß noch nie ein freundliches Wort des Trostes und der Hoff­nung gespendet. Ferdinand sah wohl ein, daß jede Bitte um Erbarmen hier vergeblich sein, daß, wie der Schall vom Felsen, so seine Worte von dem Herzen dieses Mannes ab­prallen würden, ohne eine Spur von Rührung hinterlassen zu haben. Schweigend überschritt er die Schwelle des Kerkers und rasselnd schlug die Thür hinter ihm in's Schloß. Das Klirren der schweren eisernen Riegel, die der Kerker­meister von außen zuschob, zermalmte ihm die Seele, und es war ihm, als ob er nun für immer von jeder Gemein­schaft mit menschlichen Wesen abgeschnitten wäre, als ob er nie wieder das Licht der Sonne, den Schmelz der Blumen, das frische Grün der Bäume sehen, nie wieder den Gesang der Vogel, die sich frei in den Lüften wiegen konnten, wäh­rend er von düsteren Kerkermauern eingeschlossen war, ver­nehmen würde. Hoffnungslos und trostlos waren diese Mauern. Kaum daß ein Schimmer des Tageslichtes durch ein kleines, schräg zulaufendes, eng mit Eisenstäben ver­gittertes Fenster zu dringen vermochte, das noch überdies mit Spinngeweben umsponnen und viel zu hoch angebracht war, als daß der Gefangene durch dasselbe einen Blick in's Freie hätte werfen können. In's Freie! Ach, wenn es auch niedriger und ein Blick ihm vergönnt gewesen wäre