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dadurch aus seiner Richtung und zerquetschte es, natürlich ohne Willen und Absicht, mit dem Arme an seinem Beine. Anfangs merkte er den Unglücksfall nicht sogleich, sondern suchte nach seiner Spinne auf dem Fußboden umher, rief sie. pfiff ihr, als er sie nicht entdecken konnte, und kam nun erst, als sie sich aus die gewöhnten Lockmittel nicht einfand, auf den Gedanken, daß sie irgendwo an seinem Körper herumkriechen möchte. So gut es die ewig herrschende Dämmerung in seinem Kerker zuließ, besichtigte er sich von oben bis unten, und entdeckte nun zu seinem unsäglichsten Schrecke, daß er unbewußt seine treue kleine Freundin, die Gesellschafterin seiner Einsamkeit, den Trost seiner Leiden gelödtet hatte. Dieser Schlag überwältigte ihn völlig und verwirrte in der That seine Sinne. Er brach in ein lautes Jammergeschrei aus, zerstörte in der Raserei auch das Nest der Spinne, rannte mit dem Kopse gegen die harken Stein­wände, wüthete gegen sich selbst, und befand sich noch in diesem Zustande, als der Kerkermeister kam und mit Ber- wunderung diesen Zustand betrachtete, der freilich ganz ge­eignet war, seine Ansicht von der Jdeenverwirrung Ferdi­nands zu rechtfertigen.

Tage hindurch dauerte der Zustand der Verzweiflung, dem der unglückliche Gefangene sich ohneWiderstand hingab. Der Kerkermeister, welcher jetzt täglich mehrere Male kam, um ihn zu betrachten, sah ihn immer weinend oder in dumpfem Hinbrüten an derselben Stelle sitzen, und bot ver­geblich jegliches Mittle auf, den armen trostlosen Ferdinand zum Sprechen zu bewegen.Total verrückt ist er!" waren die Worte, die er jedes Mal sprach, wenn er ihn wieder verlieb, und einmal fügte er noch hinzu:Nützt Alles nichts mehr, ich muß Anzeige davon machen, damit er mir aus der Bastille kommt, denn hier können wir keine verrückten Leute gebrauchen!" Zufällig hörte Ferdinand diese Worte und ein Strahl von Hoffnung blitzte durch seine Seele. Wie?" dachte er.Wenn du wirklich verrückt wärest, so