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Aeukerste erschöpft, von roher, unbarmherziger Behandlung unmenschlicher Aufseher tödtlich verletzt, in seinen Kerker zurückkehren. Die harten Fliesen des Bagno waren sein Bett, sein Arm, auf den er das müde Haupt stützte, war sein Pfühl, die FlücheundVerwünschungenseinerLeidensgenossen waren seine Unterhaltung, Erlösung durch den Tod, der ja nicht ewig zögern konnte, war seine Hoffnung — die einzige, die letzte, die ihm geblieben war. Um seine Unglücksgefährten kümmerte er sich wenig, er blieb still für sich, redete nur selten ein Wort mit Jenen, und wurde dafür von denselben mit Verachtung und Härte behandelt.
Einige Monate mochten auf diese trostlose Weise verstrichen sein, da geschah es eines Abends, daß Einer der Gefangenen, welcher Ferdinand bisher weder in Gutem noch Bösem viel beachtet hatte, auf ihn zutrat und ihn, der in dumpfer Betrübniß vor sich hin starrte, leicht auf die Schulter schlug. Ferdinand blickte auf und fragte sanft: „Was willst du von mir, George? Willst du mich auch quälen, wie die klebrigen?"
„Nein," entgegnete der Mann. „Ich empfinde Mit- leiden mit dir, und komme, dich zu fragen, ob du frei sein willst, wie die Anderen? Sie wollten dich im Stich lassen, weil du dich nie mit ihnen abgegeben hast, aber ich will das nicht. Du hast gleiche Leiden mit uns getheilt, und daruni sollst du auch gleiche Vortheile und Rechte haben."
Um Ferdinands Lippen spielte ein mattes, schmerzliches Lächeln. „Du spottest meiner, George!" sagte er. „Ich bitte dich, laß mich ruhig meinen Weg gehen."
„Aber Mensch, ich sage dir, daß ich nicht deiner spotte, und ich meine, du hättest schon an meinem bisherigen Benehmen sehen können, daß ich es nicht böse mit dir meine!" rief George ein wenig ungeduldig. „Willst du mit uns fliehen oder nicht? Im letzteren Falle wirst du uns wenigstens das Versprechen geben, uns nicht zu verrathen."
„So ist es Ernst? Wirklicher Ernst?" fragte Ferdinand

