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bruch thierischer Rohheit konnte ihn dazu vermögen, sich in nähere Gemeinschaft mit ihnen einzulassen, als zu der er durch seine Kette» gezwungen war. Kein Wort glitt über seine Lippen, keine Bitte um Schonung. Was er ertragen mußte, ertrug er mit anscheinendem Gleichmuthe, und errang dadurch endlich wenigstens so viel, daß man sich nicht mehr um ihn bekümmerte, ihn sich selbst überließ und nur gelegentlich ihm einige Worte des Hohnes oder der Verachtung zuwarf. So kam man in Brest an, wo die Gefangenen in das Bagno abgeliefert wurden, welches fortan, wenn sie nicht Rudcrdienste auf den Galeeren thun mußten, ihr gewöhnlicher Aufenthaltsort war. Ohne sichtbare Zeichen von Schmerz ertrug Ferdinand die körperliche Züchtigung, zu der er durch die Bosheit seines Verfolgers verurtheilt war, ertrug er die Brandmarkung, die ihm für ewig das Zeichen der Entehrung aufdrückte. Aber während die Züge seines Antlitzes unbeweglich, wie steinern, blieben, zuckte sein Herz in krampfhaftem Jammer, und seine gemarterte Seele wand sich, wie ein Wurm, unter der Last seiner Qualen. Er wünschte den Tod herbei, er sehnte sich darnach, zu sterben, und mit gerungenen Händen flehte er den Schöpfer an, ihn von dieser Erde, die für ihn fortan nur ein Thal der Thränen und des Jammers sein konnte, hinwegzunehmen. Sein Gebet fand keine Erhörung. Er wurde mit den übrigen Galeerensclaven in das Bagno getrieben, und ein neues Leben begann für ihn, ein Leben voller Mühsal, Schmach, Entbehrung und Ehrlosigkeit.
Nutzlos würde es sein, die Gefühle zu schildern, welche unsern unglücklichen Freund, doppelt unglücklich durch die Leiden, die er erdulden mußte, und durch das Bewußtsein, sie durch seinen Leichtsinn selbst über sein gebeugtes Haupt beschworen zu haben, beseelten. Ein Tag schwand ihm im Jammer dahin, wie der andere. Wie seine übrigen Leidensgefährten wurde er alltäglich zu schwerer Arbeit getrieben, und mußte allabendlich, von unsäglichen Mühen auf's

