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geöffnet war, mich in seine Tiefen aufzunehmen! Gerettet frei erlöst von der Schmach, die meine Seele wund drückte, und mein Herz zermalmte! O Gott, wie bin ich nicht werth, meine Augen zu dir zu erheben, wie bin ich nicht werth, meinen Dank anbetend dir zu Füßen zu legen! Welch' ein gnadenreicher, erbarmungsvoller Vater warst du mir, indeß ich meine Augen von dir abwendete und an deiner Gnade verzweifelte!"

Tief erschüttert brach Ferdinand denn er war der Jüngling, den Gottes schützende Hand vom Verderben er­rettet hatte in Thränen aus, und stille Gelübde ernst­licher Besserung glitten unhörbar über seine Lippen. Lange saß er so, bis die Nacht einbrach und mit ihren Schatten die Erde umhüllte. Dann erhob er sich mühsam und wendete auf ungebahntem Wege seine Schritte landeinwärts. Oft stolperte er und fiel auf dem rauhen Pfade, endlich aber gelangte er doch an eine einsam liegende Hütte im Felde, zu welcher ihn der Schimmer eines weit in die Ferne leuch­tenden Lichtes geführt hatte. Er klopfte an ein Greis öffnete ihm die Thüre und mit matter Stimme bat Ferdinand um Aufnahme und eine Erquickung. Der Mann verstand seine Worte nicht, aber ein Blick auf die erschöpfte, durch­näßte Gestalt sagte ihm Alles, was er zu wissen brauchte. Mitleidig ergriff er Ferdinands Hand, führte ihn in sein Stübchen, erquickte ihn mit Allem, was Küche und Keller vermochten, und räumte ihm sein eigenes Lager ein. Mit dankbaren Blicken nahm Ferdinand es au, und sank nach wenigen Minuten in einen todesähnlichen Schlaf. Lächelnd betrachtete ihn der Greis einige Minuten und murmelte in seiner Sprache:Süß ist es, dem Bedrängten zu helfen, und dem Unglücklichen beizustehen! Wie ruhig er daliegt, wie tief und erquicklich sein Schlummer ist. An dieses Bild will ich denken, wenn mir mein eigenes Lager in dieser Nacht härter als sonst erscheint."

Nach diesen Worten löschte er das Licht aus und legte