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wohl nach, und eilte dann mit raschen Schritten auf der Landstraße dahin, um sobald als möglich Lissabon zu er­reichen. Die Sehnsucht, sein Vaterland, seine mit aller Innigkeit eines reuevollen Herzens geliebte Mutter wieder zu sehen, schien ihm Flügel zu verleihen. Bis zum späten Abende wanderte er fort, nur einmal eine Stunde aus­ruhend, um neue Kräfte zu sammeln, und zur Stärkung ein Stück Maisbrod zu verzehren, welches der gute Munoz ihm mit auf die Reise gegeben hatte. Seinen Durst löschte er im Vorübergehen an Brunnen und Quellen, aus denen er das Wasser mit der hohlen Hand schöpfte, und am Abend, als die Sonne untergegangen und die Nacht dunkel herein­gebrochen war, schlief er in einem Wäldchen auf weichem Moose, welches ihm ein herrliches Lager zu sein dünkte. So arm und verlassen er auch war, fühlte er sich doch unbe­schreiblich glücklich. Die Hoffnung war seine stete Begleite­rin, der Blick auf eine bessere, freundlichere Zukunft heiterte ihn auf, und, was mehr als dies war er fühlte sich wieder frei, die schweren Ketten rasselten nicht mehr an sei­nen Füßen, er brauchte nicht mehr die Nohheiten und Läste­rungen verworfener Bösewichter zu erdulden. Was kümmerte ihn da seine jetzige Armuth und Verlassenheit? Das Alles war ja nur vorübergehend einmal in Lissabon, konnte es ihm ja nicht schwer werden, auf einem nach England segelnden Schiffe aufgenommen zu werden, zumal, wenn er dem Kapitän seine wahren Verhältnisse entdeckte, und ihm versprach, nach der Ankunft im Vaterlande alle Kosten der Ueberfahrt redlich und reichlich zu bezahle». Leichten Her­zens und leichten Sinnes nicht leichtsinnig mehr, wie bisher zog er deßhalb seine Straße und freute sich der schönen herrlichen Gegenden, die er durchwanderte, der grü­nen Thäler und kühn ragenden Berge, über welche der blaue Himmel so wonnig und sonnig sein unendliches Zelt aus­breitete, des Gesanges der Vögel, die in den Zweigen zwit­scherten. So voll war sein Herz von Freuden und Hoffnung,