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Niemand darf vermuthen, daß du als Galeerensclave das Ufer dieses Landes betreten hast. Wenn du dann ferner meinem Rathe folgen willst, so mache dich auf und wandere nach Lissabon. Es ist nur etwa zwanzig Meilen von hier entfernt, und in einigen Tagen kannst du es erreichen. Dort findest du Landsleute und englische Schiffe, und leicht wird es dir werden, freie Ueberfahrt auf einem derselben zu be­kommen. Gelingt dies aber wider Erwarten nicht, so bleibt dir imnier noch übrig, Dienste als Schreiber oder selbst als Schiffsjunge zu nehmen, was immer noch ein besseres Loos ist, als an die Ruder einer Galeere angekettet zu sein. Siehst du wohl, deine Lage ist so hoffnungslos gar nicht, wie du fürchtest, und der Herr, der dir bisher geholfen hat, Er wird auch weiter helfen! Nur Muth und Vertrauen, junger Freund!"

Mit Thränen inniger Dankbarkeit nahm Ferdinand die Gaben und Rathschläge des wohlmeinenden würdigen Greises an und versprach, seinen Weisungen pünktlich Folge zu leisten. Dann machte er sich ohne ferneres Zögern auf den Weg nach Lissabon, auf welchem ihn sein Gastfreund eine Strecke weit begleitete, indem er ihm genau die Rich­tung beschrieb, welche er einschlagen mußte, und die Städte und Dörfer bezeichnete, die er unterwegs passiren würde. Ferdinand merkte sich Alles und schüttelte dann zum letzten Male des braven Greises Hand.

Lebe wohl, mein Sohn," sagte dieser.Der Himmel behüte dich und verleihe dir Kraft, beim Guten zu ver­harren. Und höre, wenn du irgendwo und von irgendweni angehalten werden solltest, so berufe dich nur getrost auf den alten Munoz, der sich deiner im Nothfalle kräftigst an­nehmen wird."

Nach diesen Worten drehte sich der Greis um und ver­schwand bald hinter einer Wendung des Weges. Mit dank­barem Gefühle schaute Ferdinand ihm nach, so lange er ihn erblicken konnte, rief ihm aus vollem Herzen ein letztes Lebe-