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Nun kommt, mein Junge!" sagte der Kapitän herz­licher als bisher.Es scheint mir nun, als ob Jhr's red­lich meintet, und da sott's denn an mir nicht fehlen, Freund Silva wohnt ganz in der Nähe."

Der Kapitän schritt voran und Ferdinand folgte ihm ein wenig niedergeschlagen freilich, da er sich in seinen Hoffnungen getäuscht sah, aber doch gefaßt und getrost im Hinblick auf die Zukunft, die ihm mit der Zeit schon ein besseres Loos bringen mußte. Er wurde dem Kaufmann Silva vorgestellt, als Packer angenommen, und zu den an­dern Knechten verwiesen, mit denen er in Zukunft gemein­schaftlich arbeiten sollte. Ein Stündchen später wurde er noch einmal zu Kapitän Wilson gerufen, der ihn Ermähnte, sich gut und ordentlich zu betragen, worauf er ihm nochmals versprach, für den Brief an Lady Westmore gewissenhaft Sorge zu tragen.

Und nun, mein Junge," schloß er seine Rede,leert dies Glas Wein aus auf eine frohe Zukunft und auf das Wohl Eurer Mutter, die sich freuen wird, von Euch zu ver­nehmen Notabene, wenn Ihr mir in allen Stücken die Wahrheit gesagt habt. Lebt wohl denn! Vielleicht sehen wir uns bälder wieder, als Ihr denkt."

Ferdinand trank den Wein, sprach nochmals seinen Dank aus für Kapitän Wilsons Güte und Wohlwollen und kehrte dann in die unteren Räume des Hauses zurück, wo er bald in ruhigem, festem Schlafe Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft vergaß, wenn er nicht vielleicht von dieser letzten, als einer glücklichen und angenehmen, träumte.

Als Ferdinand aus langem und erquicklichem Schlum­mer erwachte und die Augen aufschlug, sah er verwundert um sich her. Er befand sich in einer ihm völlig fremden Umgebung. Anstatt auf dem Strohsacke zu liegen, den man ihm gestern Abend als sein Bett bezeichnet hatte, schaukelte er sich ganz anmuthig in einer Hängematte; die dunkle Kammer, in die man ihn geführt, hatte sich in ein zierliches,