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kleines Schlafkabinet verwandelt, dessen Wände aus Mahagoniholz von messingenen Verzierungen und Vergoldung blitzten, ein hübscher Teppich bedeckte den Fußboden; Spiegel hingen zwischen den kleinen ovalrunden Fenstern; Tische, Schränke und Stühle von Mahagoni standen in dem sauberen, netten Gemach — und kurz — Alles sah anders aus, als Ferdinand es zu finden erwartet hatte. Während er noch staunte und verwunderungsvoll umherblickte, horchte er plötzlich auf — es war ihm, als ob er das Plätschern von Wellen gegen Schiffswände gehört hätte — rasch sprang er auf — eilte an ein Fenster — und richtig: da lag das Meer vor ihm, und nichts als Wasser erblickte er, so weit sein Auge reichte.
„Großer Gott!" rief er aus — „was ist das? Bin ich denn verzaubert, oder träume ich noch?"
„Nein, Freund Ferdinand!" rief eine helle muntere Stimme zu der leise geöffneten Thür hinein — „Ihr seid weder verzaubert noch im Traume, sondern Ihr steuert mit der Fortuna, Kapitän John Wilson, geradeswegs auf England zu!"
Bei dem ersten Tone dieser bekannt klingenden Stimme hatte sich Ferdinand umgewendet, und blickte nun in das lächelnde Antlitz und die freundlichen Augen Kapitän Wil- sons, der in die Kajüte getreten war und nun herzlich die Hand des Jünglings schüttelte.
„Aber wie um's Himmelswillen-"
„Seid Ihr hiehcrgekommen, wollt Ihr fragen?" unterbrach ihn Wilson. „Nun, lieber Junge, das will ich Euch erklären. Setzt Euch nur erst ruhig hin. Seht, als Ihr gestern zu mir kämet und mir Eure Geschichte erzähltet, traute ich dem Frieden nicht recht, sondern wollte Euch, bevor ich Euch auf meinem Schiffe mitnahm, einer Probe unterwerfen, erstens um zu sehen, ob Ihr wirklich der wäret, für den Ihr Euch ausgabt, und dann um mich zu überzeugen, ob Ihr auch wirklich verdientet, daß ein redlicher

