Deerns köhnt dabi aber Handarbeit malen, un ji Jungs Arwenn ntpahlcn, abers »ich de meisten eten." Nu seit se er Brill op, fimn an Katüsfel to schell'n un dabi bat Märchen to verteile».

Der rote Wunder-schirm.

Es waren einmal ein Mann und eine Frau, die hatten trotz ihres großen Fleißes, ihrer unendlichen Arbeit bei Tag und Nacht, stets mit der größten Not zu kämpfen; drum hatten sie sich schon lange vorgenommen, aus eine Zeitlang nach Amerika zu reisen, um dort ein besseres Glück zu versuchen. Sie hätten's auch schon längst ausgeführt, doch ihre beide» Kinderchen, die sie über alles liebte», waren immer das Hindernis gewesen: wo sollten diese so lange bleiben, wer sollte sich ihrer annehmen? Eines Abends saßen sie vor ihrem kleinen Häuschen, da sagte der Mann zu seiner Frau: Du, Rösel, heute habe ich einen Brief von der Tante Anna erhalten, sie kann nun zu uns kommen, sie hat eine kleine Alters­versorgung von ihrer Herrschaft zugesagt bekommen, und die will sie hier in ihrem Geburtsorte, so Gott will, mit Gesundheit vcr zehren. Wenn die bei unseren Kindern bleibt, dann könnten wir ja sehen, ob uns das Glück in der Ferne hold ist, und ob wir uns in ein paar Jahren soviel verdienen können, um unsere Kinder was Rechtes lernen zu lassen, wir selber könnten ja dann ein kleines Geschäft anfangen."Aber lieber Mann," sagte die Frau,die Tante ist doch zu alt, wie leicht kann ihr was zustoßen und dann stehen unsere armen Kinder allein ohne alle Hülfe da."Gntc Frau," sagte der Mann,die alten Tanten sind mir lieber als die Jungen, die wissen sich viel besser mit Kindern z» unterhalten, bleibe» zu Hause, denken nicht an Bälle und alle diese Ver­gnügungen, und verlieren in der Not nicht so leicht den Kopf,