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war dieser Borschlag zuerst nicht ganz recht, weit sie schon die kleinen Füßchen schmerzten; doch, wie sie sich die Sache überlegte, meinte sie zum Bruder:Du hast Recht, ich will freudig thun, was ich vermag, gilt es doch, die guten Eltern zu sinden, und die Mutter sagte ja auch immer: Man muß nicht zu viel verlangen; wenn einem Gutes erwiesen wird, soll man nicht mehr annehmen, als nötig ist, keine Güte mißbrauchen, denn das sei Sünde?' Tapfer marschierten die beiden Kleinen vorwärts und erreichten auch, alle Schmerzen, Müdigkeit, Hunger und Durst nicht achtend, den Saum des Waldes. Sie setzte» sich und hatten vor Müdig­keit noch nicht bemerkt, daß vor ihnen eine furchtbar große Ebene lag, die in weiter, weiter Ferne von hohen Bergen eingesäumt war. Nachdem sie etwas geruht, sich mit Heidelbeeren, Brombeeren und Haselnüssen, die ihnen immer von einem kleinen, niedlichen Eich­hörnchen zugeworfen wurden, gestärkt hatten, sahen sie erst mit Angst und Schrecken die große Wüste; das Schwesterchen weinte, doch der Knabe sagte:Wenn Dn nicht mehr gehen kannst, dann trage ich Dich, wir werden schon durchkommen", und sein Schwesterchen an der Hand fassend, sagte er:Nun komm und habe keine Furcht." Durch tiefen Sand bei drückender Hitze gingen die Beide» schweig­sam, doch voller Vertrauen auf die Allmächtigkeit ihrer guten Be­schützerin weiter. Als die Sonne sich bereits neigte, waren sie kaum bis zur Mitte der großen Fläche vorgeschritten, doch hatten sie bis hierher tapfer ausgehalten; nun aber konnte das Schwesterchen nicht mehr weiter, ihre Füße waren geschwollen und bei jedem Schritte jammerte sie. Da sagte der Bruder:Komm', Schwester, ich trage Dich", nahm sie auf seine Arme und trug sie so lange, wie es seine Kräfte zuließen, dann aber setzte er, übermüde, sein Schwesterchen auf einen flachen Stein nieder, um ein wenig auszuruhen. Doch sie hatten sich kaum erholt, da brach auch schon die Dämmerung an; und da sie sich nicht getrauten, in der Dunkelheit den richtigen Weg ferner zu sinden, so waren sie genötigt, an derselben Stelle auch noch die Nacht zuzubringen. Damit das Schwesterchen nicht

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