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von den harten Steinen gedrückt würde, spannte er seinen Schirm anf nnd stellte ihn so zwischen die neben einander am Boden liegenden größeren und kleineren Steine, daß er in völligem Gleichgewicht war. Darauf bettete er sein totmüdes Schwesterchen hinein, sprach bittend zum Schirm:
„Schirm! Schirm! guter, so rot!
Hilf uns! wir sind in Not!"
und stieg dann auch hinein, doch noch war er nicht eingeschlummert, da hörte er von fern das Brüllen wilder Tiere, und die unheimlichen Laute schienen immer näher und näher zu kommen; doch ehe sich die Angst der Geschwister bemächtigen konnte, hatte der gute Schirm ein Dach und sichere, feste Wände durch andere Schirme über und um sie gespannt. Auf diese Weise konnte, wie gesagt, die Angst der Kinder gar nicht erst aufkommen, da sie sich unter dem Schutz der Schirme ganz sicher fühlten, d'rum guckten sie, nachdem sie etwas geschlafen und wieder Kräfte gesammelt, noch eine Zeit lang aus ihrem Zauberschirnihause heraus. Der Mond schien so wunderbar schön, wie sie nie vorher gesehen, und um ihr Haus herum iu ihrer unmittelbaren Nähe tanzten Elfen »nd Gnomen in lustigen Reigen. Die wilden Tiere standen mit weit aufgerissenen Augen und stierten dieses sonderbare Treiben an. Nur ein großer Löwe ging immer dicht hinter der tanzenden Schaar einher »nd sagte: „Wehe Dem, der den Kinderchen was zu Leide thut, mein Freund, der Adler, der König der Luft, der mir half, wie ich anf den Tod verwundet von den Hyänen zerrissen werden sollte, hat mir diese Kleinen empfohlen und ich werde sorgen, daß ihnen nichts Böses geschieht. Es wurde nun alles ruhig, die Kinder waren wieder eingeschlafen, während der Löwe treu Wache hielt und jedes Ungemach von seinen Schützlingen fern hielt. Eben dachte er darüber nach, wie den Kindern nun ain besten zu helfen sei, wie der Weg zu ihren Eltern am besten zu finden, da hörte er ein starkes Rauschen in der Luft, er glaubte Gefahr für die Kleinen

