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Du hast ein langweiliges Geschäft!" sagte einer der Schüler zu dem Jungen.

Doch nicht so langweilig, als der da!" erwiederte der .ünabe lachend und zeigte mit der Peitsche auf seinen Ochsen.

Alle lachten und Einer meinte:Wie doch der fette starke Kerl so treuherzig schiebt! Er meint vielleicht wunder, wie weit er vorwärts kommt und was für eine große Last er dahin schleppt!"

Die Knaben sahen alle still aus das geduldig und stark arbeitende Thier. Einer aber sagte end­lich:Das Rind dauert mich! Seine Arbeit muß es blind verrichten! Das sieht doch recht traurig aus!"

Du hast recht, mein Sohn, auch mich reut das Thier, obwohl es bei dem guten Futter, in dem es zu stehen scheint, nichts von seinem harten Loos fühlt; denn es ist daran gewöhnt. Aber ihm gleichen viele Menschen, welche in der Jugend nicht lernen und durch Nachdenken klug werden mögen und die dann im Alter durch harte schwere Arbeit bei geringem Lohn mühselig auszuführen gezwungen sind, was der kluge und unterrichtete Mensch leicht erdacht und angeordnet hat!"

47. Liebst du deinc Mutter?

Komm her, kleiner Knabe, liebes Mädchen, antworte mir auf die Frage: bist du gegen deine Mutter immer liebreich, gütig, gehorsam und ergeben? Wer wachte über dir, da du noch in der Wiege lagst? wer steckte dir Milch und Speise in den Mund, da du noch nicht selbst essen konntest? wer liebkoste dich, und wurde nie müde in seiner Liebe? wer bewahrte dich Nachts vor der Kalte und Tags vor der Hitze? wer achtete auf dich in gesunden, wer pflegte dich in kranken Tagen? wer beugte sich über dein Bett, wenn du weintest und schrieest vor Schmerz oder llngeduld? wer sang dir schöne Lieder vor und kniete an deinem Bette nieder zum Gebet für dich? wer hat mit deinen Fehlern Geduld ge­tragen? Ist es nicht deine Mutter? deine liebe Mutter? und du wolltest sie nicht lieben? das wäre

mehr als abscheulich! Sieh, wie die Küchlein unter die Flügel der Henne kriechen! Sieh, wie alle jungen Vögel und Thiere ihre Eltern lieben! Bist du nicht liebreich gegen deine Mutter? Was wird aus dir werden?

Es giebt verschiedene Wege, wie Kinder sich gegen ihre Eltern liebreich, gehorsam und ergeben beweisen können. Gehorche ihnen allezeit ohne Widerrede, ohne Murren, und suche ihnen gefällig zu sein auf alle Weise. Alle ihre Wünsche und Winke befolge und komme ihnen zuvor: mach' ihnen Freude. Sei nicht wie die rohen Knaben und bösen Mädchen, die da sagen:O es ist nur meine Mutter, ich frage nichts nach ihr, sie ist zu streng, mürrisch und verdrießlich." Ihr müßt nicht denken, daß ihr es besser versteht als sie, müßt nicht in zornigem oder grobem Tone ihr antworten; das wird euch halsstarrig und unglücklich machen.

Besonders wenn ihr, Kinder, euren Vater ver­loren habt, und eure Mutter eine Wittwe ist, sollt ihr euch befleißigen, ihr zum Trost und zur Freude zu sein. Denn wer kann sie sonst trösten, als ihr, die ihr allein ihr von Gott zum Troste gelassen seid. Wenn sie so allein sitzt und weint als eine verlassene Wittwe, o so zeiget ihr eure Liebe und Dankbarkeit durch willigen, fröhlichen Gehorsam.

48. Wer Gott vertraut, hat fest gebaut.

Peters Eltern wohnten bei einem Steinbruch mitten im Walde. Peters Mutter aber war krank. Eines Nachts klagte sie über heftige Schmerzen; die Medizin, welche ihr der Arzt verschrieben hatte, war aber zu Ende. Da weckte der Vater Peter und sprach:Kind, du mußt in die Stadt zur Apotheke laufen; ich kann dir nicht helfen!" Peter kleidete sich nun schnell an, nahm das Glas mit dem Apo­thekerzettel und eilte hinaus in die dunkle, rauschende Waldung. Da sah er einen Jäger, den er kannte und der ihn mit der Frage grüßte:He, wohin so früh schon?" Peter sagte es ihm, und der Jäger ging mit dem Knaben. Wie froh war Peter, in