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dem Boote zusammen — in der Flagge stand: „Der Sabbathbrecher." Mehrere, als sie diesen Namen lasen, sprangen wieder aus dem Boote an's Land; Andere konnten es nicht mehr. Musik und lustiger Gesang machten den Furchtsamen wieder Muth. Aber schon nach 4 Stunden kam ein Windstoß, fast in einem Nu schlug das Boot um und versank. Vierzig Menschen, meistens junge Leute, fanden im Wasser ihren Tod. Die Flagge schwamm noch oben auf dem Wasser und verkündete die schreckliche Bedeutung des „Sabbathbrechcrs". So straft Gott hier; was wird dort werden?
94. Hindu - Zwillinge.
Diese lieben holden Knaben wurden an der Landstraße gefunden, als sie noch ganz klein und jung waren; sie lagen neben ihren Eltern: der Vater war schon todt und die Mutter lag im Sterben. Barmherzige Christen nahmen die armen Kinder und trugen sie in das Missions - Waisenhaus zu Mysore. Der Eine, der jetzt John Angel James heißt, war so krank und schwach, daß er nicht allein gehen konnte; aber bei guter Pflege erholte er sich bald, und nachher wurden Beide gesund und stark, lernten fleißig und waren von allen ihren Mitschülern sehr geliebt, was auch kein Wunder war, denn sie sind Beide nicht nur sehr schön und lieblich gestaltete Kinder, sondern auch ungemein liebenswürdig in ihren: Betragen. I. A. James ist ein drolliger, fröhlicher, unterhaltender Knabe, manchmal sehr witzig, und hat ein sehr lebhaftes kleines Ge- sichtchen. Georg Storer Mansfield ist ein edles,
mildes Kind, nicht so scharfsinnig und geschickt wie sein Bruder, doch eben so gut und liebenswürdig. Er freut sich nie mehr, als wenn sein Bruder James etwas Kluges, Witziges sagt, und Niemand kann dann gemüthlicher mitlacheln als er. Wenn sich die Waisen etwas auskitten wollen, senden die älteren Knaben immer einen von diesen zwei Lieblingen, um die Bitte anzubringen. Es ist ein besonderes Vergnügen, diese Zwillingsbrüdcr beisammen zu sehen; sie sind immer glücklich mit einander. Und nie hat nian wahrgenommen, daß sie einen Streit oder Zank mit einander hatten. Der Künstler, der sie zeichnete, sah gleich aus der Form und Wohlgestalt ihrer Hände und Gesichtszüge, daß sie von hoher Kaste sein müssen, was auch daraus wahrscheinlich wird, daß sie, als man sie fand, kostbaren Schmuck trugen, den nur Kinder von höherem Range und vornehmer Geburt zu tragen pflegen. Missionar Campbell hat sie getauft und hofft viel von ihnen, da sie so jung waren, als man sie fand, daß sie von Abgötterei noch nichts wußten. Man kann zwar von ihnen nicht sagen, daß sie schon den Heiland suchen, sondern nur, daß sie gute, gehorsame Kinder sind und sorgfältig Alles vermeiden, was ihren Erziehern mißfallen könnte. Sie sind nun 6 Jahre alt. Ich zweifle nicht, wer das Bild dieser lieblichen Knaben sieht, muß ihr Fürbitter werden, und Gott preisen, der von heidnischen Eltern solche liebenswürdige, edle, anziehende Gestalten geboren werden läßt. Wenn die Natur, und noch dazu die heidnische Natur, solche Kinder zur Welt bringt, was wird die Gnade vermögen! Wie schön und lieblich müssen die Kinder, die aus Geist geboren sind — die Kinder Gottes aussehen?!

