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Zinne eines alten, verwitterten, mit Epheu leicht bewachsenen Thurmes.
„Endlich!" rief er. „Das ist die alte Wüstenei, deren ich mich noch aus meinen früheren Jahren her erinnerte, und nun ich sie gefunden habe, will ich auch schon hinauf kommen. Vorwärts, Ali! Noch die kleine Strecke dort hinauf, und dann sollst du dich nicht länger so abquälen."
Immer den Thurm im Auge behaltend, schritten die Beiden auf denselben zu und hatten nach einer Viertelstunde den Gipfel der Anhöhe erreicht. Der Thurm war ein Theil einer alten Burgruine, wie man deren so viele noch heutzutage in den Harzbergen erblickt. Seit Jahrhunderten lag sie verlasten, kein gebahnter Weg führte hinauf, und nur selten verirrte sich ein menschlicher Fuß dahin, und das um so weniger, da die alten Trümmer ganz versteckt zwischen den waldreichen, eng durch einander verschlungenen und in einander geschobenen Bergen lagen.
„Na, hier sind wir sicher genug vor den Franzosen, Ali," sagte der alte Soldat, nachdem er mit einem flüchtigen Blicke die Ruinen betrachtet hatte. „Sicher genug vor den Franzosen, wie vor jedem andern unberufenen Späherauge! Da die Falken und Dohlen, und der Fuchs, der dort aus dem Baue schleicht, werden uns schwerlich verrathen. Jetzt herunter mit der Last von deinem Rücken, mein braver Ali, und mährend ich sie vergrabe, magst du hier herum spazieren und dich an dem Grase erquicken, das fröhlich aus den Trümmern gesproßt ist."
Den Worten fügte der Alte die That hinzu. Er hob die beiden Kisten vom Sattel, setzte sie an die Erde, streifte dem Pferde den Zaum ab und gab ihm seine Freiheit. Ali wieherte munter, machte vor Freuden über die Erleichterung, die ihm zu Theil ward, ein paar Luftsprünge und fiel dann mit Begierde über das Gras her, das üppig auf dem Burghofe zwischen den Ruinen wucherte.
„Laß du dir's schmecken," sagte sein Herr. „Ein Stündchen gebrauch' ich doch wohl, um hier fertig zu

