her nicht mehr gesehen werden konnte. Hier sprang er vom Wagen, kehrte nach der Straße zurück und verwischte sorgfältig jedes Zeichen, was darauf hindeuten konnte, daß er die bisher verfolgte Richtung verlassen hatte.
„Nun bin ich sicher," sagte er lachend. „Die Burschen werden denken, ich sei immer noch vor ihnen, und ehe sie ihren Irrthum gewahr werden, ist Alles geschehen!"
.Eben als die ersten Bajonette der Franzosen in der Ferne aufblitzten, war er mit seinen Vorsichtsmaßregeln zu Ende und eilte mit leichten Schritten nach seinem Wagen zurück. Hier verhielt er sich eine ganze Weile still und lauschte. Nicht lange, so vernahm er Stimmen, die laut durch einander schwatzten, das Geklirr von Waffen, buntes Fluchen und Schreien.
„Still, still!" flüsterte er seinem Pferde zu. „Sie sind es und laufen blind in die Falle hinein."
Das Pferd stand unbeweglich — noch wenige Minuten , und das Geräusch der vorüber ziehenden Franzosen verschwand in der Ferne.
„Nun rasch!" sagte der alte Preuße. „Noch eine Anstrengung, Ali, und dann sollst du den Wagen nicht länger mehr hinter dir Herschleppen!" *
Geschwind spannte er das Pferd aus, nahm ihm das Geschirr ab und warf dasselbe auf den Wagen. Dann holte er von diesem einen Reitsattel nebst Zaum und legte Beides dem Pferde über. Zuletzt hob er mit großer Anstrengung die beiden schon erwähnten eisernen Kisten vom Wagen, lud sie auf den Sattel, wo er sie, so gut es gehen mochte, mit Stricken befestigte, griff dann nach einer Spitzhacke, wie sie Fuhrleute immer bei sich zu führen pflegen, nahm das Pferd am Zügel und führte es tiefer in den Wald hinein. Ali folgte ihm willig, und die Last auf seinem Rücken schien ihm nicht halb so schwer zu werden, als ihm der Wagen gewesen war.
Nach einem Marsche von wenigen Minuten, währenddessen sich der alte Soldat fleißig umgeschaut hatte, stieß er plöylich einen Freudcnruf aus. Auf einem Bergkegel vor ihm erhob sich über die dichte Waldung die graue

