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was hier in stiller, einsamer Stunde dem Schooße der Erde anvertraut worden war.
„Gutgemacht, gut gemacht!" murmelte der alte Soldat vor sich hin und rieb sich vergnügt die Hände. „Das müßte ein pfiffiger Schatzgräber sein, der diesen Schatz entdecken wollte. Da liegt er tief und stille und die Trümmersteine so arglos drüber her, als ob sie nie vom Flecke gerührt wären. Na, nun sucht, meine Herren xnr- 1e2-vous! Könnt lange suchen, ehe Ihr nur einen Groschen findet! Ja, ja, der alte Degenkolb hat Euch ganz hübsch hinter's Licht geführt, so pfiffig Ihr auch seid!
Wer sollte wohl denken, daß hier unter den alten Trümmern fünfmalhunderttausend Thaler begraben liegen, gute, preußische, silberne Thaler, und goldene Friedrichs und Papiere und dergleichen? Da unter Kalk und Schult in den Ruinen, die kaum noch ein Mensch betritt und wo nur Füchse und mildes Raubzeug ihr Wesen treiben! Ra, liegt nur ruhig, ihr blanken Gold- und Silberstücke — die Zeit wird schon kommen, wo ihr das Tageslicht wieder erblicken werdet! He, Ali, komm'!
Wir wollen weiter!"
Das Pferd, gehorsam dem Rufe, kam rasch herange- trabt und ließ sich willig den Zaum über den Kopf streifen. Der alte Degenkolb — denn so hieß unser Schatzgräber — setzte den Fuß in den Steigbügel und war eben im Begriff, sich in den Sattel zu schwingen — als er den Fuß wieder zurückzog und nachdenklich vor sich nieder blickte.
„Ja, besser ist besser," murmelte er halblaut — „ich bin ein alter Kerl, die Franzosen laufen einem überall in den Weg, und man kann doch nicht misten, was einem passirt!
Wäre doch eine schlimme Geschichte, wenn ich plötzlich mal wegstürbe, wenn mich der Schlag rührte, oder eine Kugel mich träfe, und wüßte dann keine Menschenseele von dem Schatze da, und er läge da vergessen und vergraben, bis an der Welt Ende. Das darf ja nicht sein! Darf nicht! Darum, daß er hier liegen und verschimmeln soll, darum haben wir, Ali und ich, uns nicht angestrengt, sondern ^

