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und gesenkten Hauptes durch den Wald, und seine Wangen glühten wie Feuer von der inneren Bewegung, die ihn erfüllte. Er hatte in der Stadt die wichtigsten Nachrichten in Erfahrung gebracht; alle Gerüchte, welche über den Verlust des französischen Heeres in Umlauf gewesen waren, hatten ihre volle Bestätigung erhalten, und allgemein herrschte die Erwartung, daß nun der König zum Schwerte greifen und die getreuen Söhne des Vaterlandes zum Kampfe für dasselbe zusammenrufen werde. Severin war fest entschlossen, dem ersten Rufe, der ergehen würde, zu folgen, und Gedanken an Kampf und Sieg waren es, welche sein Herz mit loderndem Feuer erfüllten.
„Die Stunde ist da! Endlich da!" sagte er vor sich hin. „Ach, wenn jetzt der alte, brave Wachtmeister an meiner Seite wäre! Wie würde er sich freuen! Wie würde er jauchzen, daß nun die Zeit gekommen ist, wo es gilt, die schwere Niederlage in Sieg zu verwandeln und den übermüthigen Feind zu demüthigen, der uns so tief gedemüthigt hat! Heute mir, morgen dir! Das morgen ist gekommen!"
Während er so, nur seinen Gedanken hingegeben, durch den Wald dahineilte, traf plötzlich ein leises Stöhnen sein Ohr, und betroffen blieb er stehen. Das Stöhnen wiederholte sich und endete in ein leises Wimmern, so jammervoll und kläglich, daß es dem betroffen lauschenden Severin durch das Herz schnitt.
„Großer Gott," murmelte er, indem er schnell nach der Richtung hin eilte, aus welcher die schmerzlichen Töne zu ihm drangen — „großer Gott, da ist wohl ein Mensch in Todesnöthen! Und bei dieser grimmigen Kälte, wo fast der Athem erstarrt! Ha! Hollah!" schrie er dann laut. „Wo bist du, Unglücklicher! Hülfe ist nahe!"
Ein schwacher Schrei — Severin wußte kaum zu unterscheiden, ob des Schmerzes oder der Freude — wurde hörbar, und aus dem Schnee, der den hartgefrorenen Boden bedeckte, erhob sich drei Schritte weit von ihm eine Jammergestalt, der Hunger und Elend so deutlich auf dem Gesicht geschrieben standen, daß Severin augenblicklich sein

