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der Schwestern, sobald sie ihn erblickten. Man winkte mit Tüchern und brach in ein Freudenschrei aus, das Ferdinand mit einem ju­belnden Hurrah! erwiderte. Er stieg dann in den Wagen, und die Stadt war erreicht, ehe man's meinte. War man dort angekom­men, so theilte Emilie nach einer kindlich herzlichen Begrüßung ih­rer Eltern die mitgebrachten Geschenke, als Hasenbrot und Kuchen, Aepfel und Pflaumen, oder was sonst die Jahreszeit lieferte, unter ihre Geschwister aus. Diese, voll inniger Freude, zeigten ihr dagegen die neuen Bücher mit Bildern, die Kleider und Spielsachen, die sie unterdeß erhalten hatten, und führten sie in den Garten, in die Ställe, in jeden Winkel des Hauses.

Wenn dann das Frühstück mit gutein Appetit eingenommen, rief die Mutter die fröhlichen Kleinen zusammen, um die Herrlichkeiten deS Marktes zu sehen. Da waren tausenderlei schöne Sachen zu schauen, zu bewundern, und mitunter auch zu kaufen. Herrlich prang­ten in der bunten Bude des Drechslers lange Regimenter zu Roß und zu Fuß, Städte und Festungen, Gärten und Wälder, ein Schä­fer mit der weidenden Heerde und eine melkende Magd. Hier öffnete der dickköpfige Nußknacker seinen gewaltigen Rachen; dort wiegte sich der wankende Sägemann auf und nieder. Hier nickte der mauschelnde Jude mit dem zottigen Barte und verdrehte die Augen; dort streckte ein hinkender Invalide mit künstlichem Beine seinen Hut aus, und bat um ein Almosen.Sieh, wie schön dies hier ist!"ach das dort möcht' ich haben!"nein, sieh mal, wie prächtig!" so wechselten die bewundernden Worte der Kinder.

Glänzend strahlte von der andern Seite die große Bude deS Zinngießers. Um die Schüssel und Teller, um die Terrinen und Näpfe kümmerten sich die Kinder wenig: aber das niedliche Spielzeug, die Teller mit Krebsen und Heringen, mit Butter und Käse, der Schrank mit allerlei Küchengeräth, der Wald mit Hirschen und Re­hen, wilden Schweinen und Hasen, von einer Schaar rüstiger Jäger und einer Rotte klaffender Hunde verfolgt, die wilden Thiere des Auslandes, und das zahme Geflügel des Hofes dies alles und tausenderlei anderes zog die funkelnden Augen der Kinder auf sich.

Doch auch die Bude des wohlbekannten Zuckerbäckers wurde nicht übersehen. Ach das war ein herrlicher Mann, der hatte köstliche