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bleiben, die schaukelnden Bewegungen dcS Schiffes mit Ihrem Körper gleichmäßig mitmachen. Das ist ein probates Mittel."
„Recht — schön! Sehr hübsch! — Und — das drit—te — Gebot hei — ßr: aus-an — ge — meß — meß — ne Klei — ,
düng — Nicht? —“
„I, närrisches Zeug. Die Kleidung ist Nebensache! Das ist ein Rath Ihres belehrenden Freundes, der unter die allgemeinen Gesundheitsregcln gehört, mit der Seekrankheit insbesondere aber nichts zu schaffen hat. Ich will Ihnen dafür ein drittes Gebot, und zwar das hauptsächlichste mittheilen, cS heißt: Diät. Man darf nicht zu viel und nicht zu wenig essen und nicht zu viel trinken und muß sich lediglich an das halten, was dem Magen für gewöhnlich zusagt. Wenn Sie sich rathen lassen, so trinken Sie jetzt nicht mehr, sondern gehen mit mir hinauf aufs Verdeck."
DaS Letzte aber schien der gute Stichling schon nicht mehr recht gehört zu haben, sein Geist war von dem größeren des Portweins besiegt und ehe ich mir es versah, wurde er weiß wie ein Scbnitzer Zweipfennigbogen, der kalte Schweiß trat ihm auf die Stirn und Stichling — hatte Unrecht. In kurzer Zeit war er der Kränkste auf dem ganzen Schiffe.
Ich bettete ihn jetzt, den Kopf der Spitze des Schiffes zugekehrt, >-us eine der Polstcrbänkc in der Cajüte und verließ diese dann, um auf dem Deck erfrischende Seeluft zu athmen. Als ich herauf kam fuhren wir eben zwischen der Insel Rüden und der Greiföwal- der Oie (Aue, Insel) hindurch. Mit bloßen Augen erblickte ich die Thürme von Grcisswalde und Stralsund und endlich bekam ich auch, erst in nebelgrauen, schwachen Umrissen, dann aber immer deutlicher und bestimmter, die Insel Rügen, die vor so Vielen sehnlich Erwartete, in Sicht. Interessanter übrigens, als alle solche hie und da auftauchende Erscheinungen war mir jedesmal

