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in den hohen Häusern Mode ist?" Aber da kam sie übel an. Vater Thomas verstand hierin keinen Spaß.Mode? Ob's Mode ist, Gottes Wort hören und glauben?" frug er einmal um's andere die betroffene Grctel.Verstehst Du denn meine Rede nicht? Des Evangelii soll man sich niemals schämen, hat der Herr Pfarrer vielmals gesagt. Und hast Du noch eine Herrschaft ringsum, die so aller Sitte, aller Herzensstimme spottet?"

Vater Thomas wollte noch mehr sagen, aber auf einmal hörte man von drinnen auS der Winzerstube ein lautes Geschrei. Ein Junge rannte in der Hausflur, klinkte, stürzte kaum grüßend herein und lud unsern Gustav ein, frische Lcimruthcn mit ihm zu streichen. Die Blaumeisen seien wieder da und da wolle er einige mit dem neuen Leime wegkapcrn. Es war Eduard.

Plötzlich sah er sein Buch in den Händen des ihn noch anstar­renden Gustav.Nun, nicht wahr, DaS liest sich recht langweilig? Weder Räuber- noch Klostcrgeschichten sind drinnen."

Gustav besann sich noch eben, was er sagen wolle, um Jenen vvm Gegentheile zu überzeugen, als sich Vater Thomas in'ö Mittel schlug.Ist denn Alles langwellig, mein junger Herr, was nicht grade von Räubern und Klostcrwirthschaft erzählt? Ich dächte doch, wie jetzt vie Zeiten unsicher sind, so muß man doch auch an ewige Schätze denken und wie man sich brauchbare Kenntnisse und ein offenes Herz bilde und erhalte. Krieg, Betrug und anderes Unglück nehmen uns wohl Alles, nur nicht so Etwas. Das steht grade auch in jenem Buche, was ihr so langweilig findet, geschrieben. Rein, Bücher, solche Bücher achten wir; denn wir lernen ja aus ihnen. DaS kann sich der junge Herr in der Zukunft merken!"

Vater Thomas war bei dieser Zurechtweisung ordentlich in die Hitze gekommen; sein Gesicht glühte, sein Auge funkelte, wie alle­male, wenn er Etwas so recht vom Herzen weg sagte.