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Auf dem Wege zum Winzerhäuschcn, welches hinten im Obstgarten stand, nahm Pater Thomas feines Sohnes Hand. „Und nun," — sagte er — „mein Sohn, nun zeige D u einmal, wie Du studiren wirst! Ich habe mit dem Fabrikherrn in der Stadt gesprochen und Du wirst nun bei ihm in Arbeit treten. Er ist ein braver Herr; zeige auch Tu dich brav; gib Acht und sei friedlich und redlich gegen Jedermann. DaS ist mein Vermächtniß für Dich. Schätze von Gold und Silber kann ich Dir nicht in Deinen Reisewagen werfen; Du gehst jeden Morgen zu Fuß hinein zur Stadt und kommst des Abends ebenso wieder heim, bringst jedoch diese zwei Schätze tagtäglich vermehrt und befestigt wieder mit nach Hause; das erste ist Deine Kenntniß und das zweite daS gute Gewissen." — Gustav drückte die warme Vaterhand. — Am andern Morgen frühe kam der freundlich fürsorgende Lehrer athcmlos herbei. Er hatte in der Stadt nachgefragt und gehört, daß Gustav, unter leichten Bedingungen bei einem geschickten Mechanikus in Lehre treten könnte. „Das wäre so Etwas für den Burschen," — meinte er. „Hierzu hat er sehr viele Anlage und mich sollte sein Fortkommen insbesondre freuen." —
Aber sei es, daß auch dies an und für sich geringe Lehrgeld dem Thomas zu unerschwinglich erschien, oder sei es, daß er vom ursprünglichen Vorhaben nicht wieder abweichen wollte; kurz, es wurde Nichts daraus. —
Der Lehrer freute sich, daß es grade eine chemische Fabrik war, in der Gustav arbeiten würde; denn auch hier würde ihm die Arbeit zusagen und er gar Vieles noch erlernen. „Nun wirst Du sehen," sagte er zu Gustav, „wie die täglichsten Bedürfnisse des Lebens: Stiefelwichse, Streichhölzchen, Farben, Wachsstreichcr, Leim, Spiritus, Aether und hundert andre Dinge bereitet werden. Lächle nicht, das ist Industrie!" —

