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gen, daß er mit seinen gestikulirenden Händen sie in der Nacht getroffen habe. Ja, und einmal gar träumte ihm, da wurde er, wie der alte Hütten, in einem prächtigen Reichssaale, wo Fürsten und Herren voller Erwartung standen, eigenhändig vom Kaiser gekrönt und das schönste Mädchen des Landes hatte für ihn, den Dichter und Kämpfer, mit seinen Händen den Kranz gewunden.
Endlich aber mußte es doch Licht werden; Gustav war von seinen schlichten Eltern zu wacker erzogen worden, als daß der gute Grund, der einmal gelegt war, nicht wieder durchbrechen sollte. Er sah es selbst ein, cS könne nicht anders werden; er sei einmal nicht zum Studircn bestimmt; er müsse sich in die Verhältnisse schicken und er wolle, wo Eduard ein studirter Herr, wenigstens ein ganzer Arbeiter werden. Die ruhige, nüchterne Besonnenheit, die Klarheit seines frühern Entschlusses brach siegreich hindurch; er selbst ward ruhiger und die Eltern spürten dies recht bald an ibm. Sie feierten iin Stillen ihren Triumph und das ist eben der Triumph der biedern Armuth, daß sie nie mit vielen Mitteln und einem gewissen Aufsehen erziehen kann; sie erzieht solchermaßen nämlich niemals zu viel. Wehe aber jenen Kindern, deren Erziehung so angelegt ist, daß diese Erziehung immer um eine oder einige Stufen höher hinauizeigt! —
Eduard war wirklich für das Gymnasium der Nachbarstadt angemeldet worden. Die Verkündigung dieses für ihn so freudigen Ereignisses ging aber an Gustav ruhig vorüber. Mit aufrichtiger Freude stand dieser dabei und wünschte ihm Glück zur Laufbahn, aber von Schmerz,^von Entsagung wider Willen, war Nichts in seinen Augen zu lesen.
Der Wagen fuhr vor; das ganze Haus war versammelt. Unter vielen Beglückwünschungen und in Begrüßungen für Verwandte erschöpfte sich die Gutsherrschaft, indeß Thomas und die Seinen mit herzlichem, einfachem Händedrucke Abschied nahmen.

