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von der edlen Falkenicr-Wissenschaft durchaus nichts versteht, und damit Gott befohlen."
Er hatte, während er sprach, seinem Vogel ein hübsches, mit einem kleinen rothen Fedcrbusch geschmücktes Kappchen aufgesetzt und kehrte sich jetzt rasch um, um seinen Weg fortzusetzen.
„Wartet doch noch einen Augenblick, junger Mensch," sagte der Offizier; „so schnell können wir uns, bei allen Teufeln, nicht trennen. Ich habe Euch, ehe ich Euch erlaube, weiter zu gehen, erst noch einige Fragen vorzulegen."
„Ehe Ihr mir erlauben wollt, weiter zu gehen?" wiederholte der Falkner empört, indem er stehen blieb; „wer darf es denn wagen, mich aufhalten zu wollen, wenn es mir beliebt, mich zu entfernen?"
„Die Herren da," antwortete der Offizier und zeigte auf die Reiter, die sich so weit genähert hatten, daß cS nur eines Winkes bedurfte, um sie augenblicklich herbei zu führen. „Ich rathe nicht, sich ihnen widersetzen zu wollen, wenn Ihr anders nicht Lust habt, daß ihre Lanzen sich mit Euren Schultern bekannt machen sollen."
„Ihr droht mir mit Schlägen!" rief der Falkner stolz; „wißt Ihr wohl, Herr, daß ich ein Edelmann bin?"
„Warum setzt sich dann der adelige Junker in den Fall, als ein Wilddieb behandelt zu werden? Weißt Du denn nicht, daß Du dadurch, daß Du deinen Vogel auf königlichem Grunde und Boden hast aufsteigen lassen, alle Jagdgesetze übertreten hast, und daß die geringste Dir aufzulegende Strafe in einer Geldbuße und in der Confiscation deines Vogels bestehen wird?"
Der Falkner schwebte einen Augenblick unentschlossen zwischen dem Verlangen, sich der Autorität dieses unbekannten Jagdaufsehers zu widersetzen und der Nothwendigkeit, sich in die Umstände fügen zu müssen. Er entschloß sich endlich zu einem Mittelweg und ant-

