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fammen, neigte das Haupt und trat einige Schritte zurück, um ihn mit seinen Begleitern eintreten zu lassen; allein sie schien die Gäste, die er ihr zuführte, weiter gar nicht zu beachten.
„Glaubt Ihr, mein Bruder," sagte sie mit schwacher Stimme, „daß mein Gedächtniß seine Erinnerungen nicht mehr gleich lebendig bewahrt?"
„Kommt zu Euch, Dame Monika," unterbrach sie Mezelibres, und berührte ihren Arm, als ob er sie aus tiefem Schlaf erwecken wollte; „ich habe Euch schon oft gesagt, daß Gott, der dem Sünder um eines aufrichtigen reuigen Seufzers willen verzeiht, Eurer langen und fürchterlichen Buße gewiß gnädig sein wird. — Zum Beweis seiner Gnade sendet er Euch einen Trost in diesen Unglücklichen zu, die Ihr vor mächtigen Feinden retten und sie beschützen sollt."
Er zeigte hier auf Richard und Klotilde, die in ehrerbietiger Stellung vor ihr standen. Monika sah sie abwechselnd mit einem Blick an, der immer deutlicher die Rückkehr ihres Bewußtseins verkündigte, und mit einem fast uninerklichen Lächeln sagte sie mit sanfter, bebender Stimme:
„Wie, mein Bruder, ich soll diese beiden jungen, schönen Leute beschützen, die so stark und kräftig aussehen? ich, die arme Bettlerin, die nichts zu ihrer Vertheidigung hat, als eben ihre ohnmächtige Schwäche?"
„Sie sind also Bruder und Schwester!" setzte sie seufzend hinzu. — „Der Rang dieser beiden Waisen kümmert mich übrigens nicht, mein Bruder, und es ist mir ganz gleichgiltig, wenn Ihr mir ihn verheimlichen wollt; allein Ihr wißt, wie beschränkt meine Mittel sind, und wie wenig ich ihnen gastfreundlich anzubieten habe. Die Zimmer dieses Hauses, das ich schon seit so langer Zeit allein bewohne, eignen sich nicht dazu, ein junges Mädchen zu beherbergen,

