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Herrin abrichtete, gesagt hatte, daß sie dir dereinst ihr Leben und ich den glücklichsten Augenblick des mcinigcn zu verdanken haben würde !"
Klotilde lächelte dem jungen Falkner srcundlich zu und die gute Dame Monika freute sich über diesen unerwarteten glücklichen Erfolg und dankte Gott, daß er sich der beiden Waisen erbarmt habe. Richard sann seinerseits darauf, sich die unschätzbare Hülfsquclle, die er entdeckt, sogleich zu Nutzen zu machen. Er überließ, wie es gebräuchlich war, dem Falken sogleich daS Eingeweide seiner Beute, um ihm neuen Muth und neue Kraft zu geben, auch ferner seine Schuldigkeit zu thun; er sprach mit ihm und pfiff ihm leise etwas vor und der Vogel, der diese Sprache verstand, schüttelte sein Gefieder und schlug mit den Flügeln, als fordere er, von Neuem losgelassen zu werden.
Dies geschah, und noch vor Sonnenuntergang war der Ertrag dieser Jagd so reichlich, daß er Monika's Gästen ein reichliches Abend- brod sicherte. Die Nähe dcö Flusscö, die Einsamkeit dieses Stadtviertels und die hohen Bäume hatten die große Menge von kleinen Vögeln herbeigezogen, die für den Edelfalkcn eine sichere Beute waren.
Als die Jagd bei eintretender Dunkelheit beendet wurde, verkündigte der Falkner mit nassen Augen Klotilden, daß er nun dafür bürgen könne und wolle, daß sie während ihres Aufenthaltes bei Monika nicht Hungers sterben solle.
„Seht diesen edlen Falken, gnädiges Fräulein," sagte er, indem er ihr denselben ehrerbietig darbot, „er ist Euch in dieser dringenden Noth nützlicher geworden, als alle Eure Schlösser und Besitzungen und alle Eure Schätze; mit seiner Hülfe kann ich nun beginnen, die Schuld meiner Dankbarkeit gegen Eure Familie abzutragen, und Ihr werdet diesem geringen aber treuen Freunde Euer Leben zu verdanken haben!"

