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sönlichen Interesse; es wird mir auch lieb sein, wenn Euch vor dem König allein die Ehre bleibt, diese wichtige Entdeckung gemacht und sie ihm, und nicht seinen Feinden, mitgetheilt zu haben ; mir ist nur darum zu thun, daß dieser Brief dem König zu eigenen Händen übergeben wird, und es soll mich freuen, wenn dieser Umstand die erste Veranlassung wird, Euer Glück in seinem Dienste zu machen. Uebri- gens möchte es, da ich nun einmal verdächtig geworden bin, auch nicht gerathen sein, dies kostbare Blatt bei mir zu tragen; ich will es Euch daher unter der Bedingung wiedergeben, daß Ihr mir eidlich gelobt, es bis auf den letzten Blutstropfen vertheidigen und noch heute Abend dem König einhändigen zu wollen."
„Mein Ehrenwort darauf!" sagte Richard zuversichtlich.
„Ich vertraue Eurem Worte," erwiderte Mczeliöres, indem er ihm den Brief übergab; „noch seid Ihr nicht in dem Alter, wo man sich daran gewöhnt hat, es zu brechen. Uebrigcns werde ich auch gut Acht auf Euch haben, und Ihr kennt mich schon genug, um zu wissen, daß ich eine Vcrrätherci nicht unbestraft lassen würde, wäre es auch der Sohn des Hauptmanns Saint-Front, der sich ihrer schuldig gemacht hätte. Haltet Euch also bereit; ich werde bald wiederkommen."
Er entfernte sich hier, nachdem er ihnen zerstreut mit der Hand ein Lebewohl zugewinkt hatte, und ließ die jungen Leute und Monika, lebhaft ergriffen von einem solchen Verein von Großmuth und blindem Haß, von treuer Liebe und wüthendem Fanatismus, zurück.
Am Abend dieses Tages bot sich bei eintretender Dämmerung vor dem Thor Saint-Victor, nicht fern von dem Hause der Klausnerin, dem Auge des Zuschauers ein eben so trauriges als seltsames Schauspiel dar; die Erde, die man seit dem Anfang der Belagerung

