163
„Gut. Gieb jetzt diesen armen Leuten zu essen. Deine Lebensmittel sind Dir überreichlich bezahlt.
Pistolet beeilte sich, sie umsonst zu vertheilen, ohne sich um die Danksagungen und Segenswünsche der Hungrigen zu kümmern, denen die wahre Ursache seiner plötzlichen Großmuth ein Geheimniß blieb. Mczeliöres überzeugte sich mit einem Blick, daß sein Almosen den gewünschten Erfolg hatte und näherte sich dann rasch denen, die ihn zu erwarten schienen, und denen er nun einen Wink gab, ihm zu folgen.
Der kleine Haufe, der, Mezeliörcs mit gerechnet, aus zwei Männern und zwei Frauen bestand, deren Namen man ohne Zweifel schon errathen hat, näherte sich nun schweigend dem Offizier, den Pistolet als den Befehlshaber des nahen Wachtpostens bezeichnet hatte, der am Ufer des Flusses auf und ab ging, bis er dem König die Nachricht bringen könne, daß Alles ruhig sei und die Flüchtlinge vor allen Beleidigungen gesichert wären. Schon hatte er dem einzigen Schiffer, den man in diesem Augenblick mit seinem Kahn auf dem Wasser erblickte, einen Wink gegeben, näher zu kommen und ihn einzunehmen, als Mezeliöres ihm leise die Hand aus die Schulter legte. Der Sergeant sah sich um.
„Sergeant Bernard," sagte Mczelieres, „Ihr kennt mich und wißt, daß ich berechtigt bin, von Euch alles zu fordern, was, wie ich glaube, der Dienst des Königs erheischt. Ihr werdet daher mir und den Personen, die mich begleiten, verstatten, mit Euch überzufahren und mich dann nach der Abtei Montmartre zu begleiten. Ich bringe Seiner Majestät Nachrichten, von denen daS Heil der Armee abhängt. "
Der Sergeant bedachte sich einige Augenblicke.
„Steigt ein," sagte er endlich sehr unfreundlich, „ich weiß, daß ich Euch gehorchen muß, aber der Teufel hole den Gehorsam, der
11 *

