167
hüllt und die Dunkelheit übrigens so groß, daß es unmöglich war, ihn zu erkennen.
„Ihr habt gehört, was ich wünsche, mein Herr," sagte der Ritter, „wollt Ihr so gefällig sein, den König von meiner Anwesenheit im Lager zu benachrichtigen?"
„Ja," antwortete Mezeliöres mit dumpfer Stimme.
„Wollt Ihr auch wohl noch," fuhr Achon fort, „den König bitten, mir in dem Fall. daß er mich nicht gleich vorlassen kann, Jemand zuzusenden, der sein ganzes Vertrauen besitzt und mit dem ich das Geschäft verhandeln kann, das mich herführt? "
„Es soll geschehen," antwortete Mezeliöres.
„Nun, dann will ich bier warten."
„In Zeit von zwei Stunden sollt Ihr Antwort haben."
„Kann ich mich auf Euer Versprechen verlassen?"
„Ich schwöre es Euch, Ritter von Achon, daß in Zeit von zwei Stunden Jemand hier zu Euch kommen wird.
Trotz des sonderbaren Tons, mit dem diese Worte gesprochen wurden, achtete der Ritter nicht auf den geheimen Sinn, den sie haben konnten, und, seinen unbekannten Bevollmächtigten grüßend, ging er, auf seinen Pagen gestützt, nach dem Nachtquartier der Flücht- lmge zurück, um dort die Stunde des Stelldicheins abzuwarten. Sobald der Kahn vom User abgestoßen war und auf dem schwarzen, tiefen Wasser des Flusses dahin zu schwimmen begann, athmeten die darin befindlichen Personen freier auf. Als man in einiger Entfernung vom Lande war, bog sich Richard zu Mezeliöres hin, der finster und sinnender, denn je zu sein schien.
„Welchen Plan habt Ihr mit dem Nichtswürdigen vor?" fragte er ihn leise.
„Warum fragt Ihr darnach?"
„Weil ich Willens bin, sobald wir den König gesprochen, hierher

