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gestellten Wachtposten das Losungswort wechseln konnte. Klotilde stützte sich auf Richard und Monika, die trotz ihres Alters stärker und muthiger war, als sie. Saint-Front trug den Falken, der ihnen so große Dienste geleistet hatte, auf der Hand. Fräulein von Boisfleury hatte ihn bis jetzt unter ihrem Mantel verborgen gehalten, weil auch sie den treuen Ernährer nicht hatte zurücklasien wollen. Mezeliüres ging für sich allein schweigend einher.
Die kleine Caravane kam endlich sehr ermüdet am Fuße des Hügels an, auf dem die Abtei lag, und so wie sie sich derselben näherten, verkündigten ihnen auch die verdoppelte Borsicht und Wachsamkeit der zahlreichen Schildwachen die Nähe des Königs, und nicht ohne viele Schwierigkeiten gelangten sie bis an das große Thor der Abtei.
Dies Gebäude, von dem sich noch ein Theil bis auf unsere Zeit erhallen hat, war in einem einfachen und ernsten Styl gebaut und der Architect hatte mehr die Solididät deö Gebäudes, als die Verzierung desselben berücksichtigt. Die Mauern, von denen es umgeben war, gaben ihm das Ansehen eines Fortö, und die Wachen, die eS von Außen und auch im Innern besetzt hielten, vermehrten noch diese Täuschung. DaS Thor war geschloffen und öffnete sich nur für Bernard, der als dienstthuender Offizier zu jeder Stunde auö- und eingehen konnte. Mezelivres, Richard und die beiden Damen mußten in freier Luft warten, bis Bernard von dem wachthabenden Hauptmann der Garden die Erlaubniß erhalten halte, sie in die Abtei einzuführen. Zum Glück ließ diese Erlaubniß nicht lange auf sich warten, und man geleitete sie nach den Zimmern der Aebtlssin, die der König bewohnte. In einem großen, zum Vorzimmer dienenden Saale ließ man sie Platz nehmen, und Mezeliüres trug Bernard auf, den König zu benachrichtigen, daß er und ein junger Edelmann ihm höchst wichtige Nachrichten mitzutheilen hätten. Schon nach einigen

