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nicht mehr wegen der alten Geschichte der Bartholomäusnacht zürnen Werdet?"
„Nein, gewiß nicht," antwortete der Hugcnott mit furchtbarer Ironie —- „meine Bruder und meinen theuersten Freund an einem Tage ermordet — achtzehn Jahre voll Haß und ohnmächtiger Rache für mich und für Euch voll Triumphe und Glück — Eure Beachtung, Euer Haß, Eure freche Unverschämtheit — das Alles kann ich vergeben; ich kann vergessen, daß Ihr eine junge Waise, die Euch ihr Pater anvertraut hatte, auf die abscheulichste Weise betrogen und beraubt habt — daß Ihr der niederträchtige, blutdürstige Verfolger eines Jünglings, deS Sohnes Eures Schlachtopfcrs, gewesen seiv, und daß Ihr jetzt in diesem Augenblick aus persönlichem Interesse die Parthei verrathen wollt, die Euch so mächtig und so stolz gemacht hat — ja, Ritter von Achon, ich kenne das, glaubt Ihr aber, daß auch Gott es Euch verzeihen und es vergessen kann?"
„Was redet Ihr von Gott," antwortete der Ritter ungeduldig; „Gott hat mit allem Diesen nichts zu schaffen. Erklärt Euch kurz und offen, Mezelivres; seid Ihr mein Freund oder mein Feind? — Seid Ihr mein Feind, so setzt mich aus Land, und wir werden uns wieder nach wie vor hassen — sind wir Freunde, so laßt uns unsere kleinen Angelegenheiten besprechen und uns gegenseitig dabei helfen. — Wozu wollt Ihr Euch entschließen?
Mezcliffrcs ergriff seine Hand mit einem krampfhaften Druck.
„Ich bin Euer Freund," sagte er mit seltsamen Tone.
Dann ließ er plötzlich seine Hand fahren und stand einige Augenblicke unbeweglich da.
„WaS macht Ihr denn?" fragte der Ritter, dem das seltsame Betragen ganz unheimlich vorkam.
„Ich bete," antwortete Mezeliores sehr ernst, „und ich würde

